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Bitfenix Formula Gold 450 Watt im Test (10/10)

Fazit

Nach der großen Überraschung des Bitfenix Whisper M legt Bitfenix nun mit einem günstigeren Modell ohne Kabelmanagement nach. Und ganz offensichtlich hat man die Erfahrungen, die man mit dem Whisper M gemacht hat hier fortgeführt und liefert nun ein weiteres gutes Netzteil ab, dessen Leistungen sich sehen lassen können.

In Sachen Effizienz liegt das Formula Gold zwar etwas unterhalb des Whisper M, aber schneidet immer noch gut ab und liefert ganz klare Gold Effizienz, die im oberen Bereich minimal im untern aber deutlich über den Anforderungen liegt. Geliefert werden Spitzenwerte von 92.5 % in der Effizienz und eine breiter Lastbereich mit über 90 % Effizienz, die schon bei 20% Last also 90 Watt erreicht werden. Auch bei sehr niedrigen Lasten unter unter 50 Watt schneidet das Modell recht gut ab, was aber auch daran liegt, dass es sich lediglich um ein 450 Watt Modell handelt. Die Standby-Effizienz ist nich auf Top-Niveau, aber gut und für alle gesetzlichen Reglungen ausreichend hoch.

Neben der Effizienz fällt das Formula Gold auch durch eine gute Spannungsregulation auf, die zwar auch nicht auf dem sehr hohen Niveau des Whisper M liegt, aber immer noch im Verhältnis als sehr gut zu bezeichnen ist. Vor allem, wenn man sich die Preisklasse anschaut in der das Formula Gold operiert. Gleiches gilt auch für die Ripple-Werte, die sich ebenfalls auf gutem Niveau wiederfinden.

Bei den Timings und der Holdup-Time liefert das Bitfenix Formula Gold ebenfalls ab. Die ATX-Spezifikation wird erfüllt und es finden sich hier keine bedeuteten Kritikpunkte. Die Schutzschaltungen des Netzteils arbeiten gut und dank Multi-Rail mit drei Schienen erhält man zusätzliche Sicherheit bei Überlastungen. Dass die Aufteilung der Rails sogar auch noch auf dem Netzteil aufgedruckt ist, gibt noch einmal zusätzliche Fleißpunkte für Bitfenix. Wer wirklich nörgeln will, findet wieder einmal eine etwas träge Abschaltung der SCP auf 3,3 V vor, die aber bei fast jedem zweiten Netzteil zu finden ist. Zum Teil selbst bei sehr teuren Modellen.

Wenn man unbedingt will, kann man natürlich noch die Verwendung von zwei 8Pol-PCIe-Steckern an einem Kabel kritisieren. Da dieses aber sowieso mit maximal  39 A ~ 468 Watt belastet werden kann bevor eine Abschaltung erfolgt, finden wir das in diesem Fall doch recht unproblematisch. Der Kabelsatz geht ansonsten für ein 450 Watt Modell im niedrigen Preisbereich voll in Ordnung.

Bleibt noch zum Abschluss das Highlight des kleinen 450 Watt Stromspenders zu nennen und das wäre die Laustärke, denn mit seinem fast konstant 500 UPM drehenden leisen Lüfter, ist das Formula Gold kaum zu hören. Man muss schon mit dem Ohr sehr dicht ans Netzteil gehen um hier noch etwas wahrzunehmen. Dass dabei auch noch die Temperaturen im Rahmen bleiben macht die Sache noch einmal schmackhafter.

Insgesamt liefert Bitfenix mit dem Formula Gold nach dem Whisper M nun die zweite klasse Leistung ab. Das Netzteil erlaubt sich eigentlich keine echten schwächen, liefert insgesamt wirklich gute Ergebnisse und ist dazu auch noch extrem leise. Hier bekommt man für den geringen Preis von 64,90 Euro (laut Onlineshop Caseking.de), der eine echte Kampfansage ist, ein sehr solides Netzteil. Das man dafür auf Kabelmanagement verzichten muss und ein doch etwas langweiliges Gehäusedesign bekommt, fällt da kaum noch ins Gewicht. Dementsprechend fällt es leicht dem Bitfenix Formula Gold, in die Liste der kleinen, guten und besonders leisen Netzteile einen Platz ganz weit oben zuzuteilen.

Vorteile

  • Gute Effizienz auf Gold-Level
  • Sehr leise und trotzdem gute Temperaturen
  • Ripple-Werte auf gutem Level
  • Spannungsregulation gut bis sehr gut
  • Timings und Holdup-Time OK
  • Gute Effizienz bei niedrigen Lasten

Nachteile

  • Optik etwas langweilig
  • SCP auf 3,3 V etwas träge

2.11.17 / rj

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