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Enermax MaxTytan im Test - Schönheit mit Titanium Effizienz (9/10)

Lüfterdrehzahl und Lautstärke

Enermax hat schon beim Platimax D.F. gezeigt, dass man mit den eigenen Twister-Lüftern durchaus ein Pfund in der Tasche hat um die Netzteile leise zu bekommen. Das gelingt zum Glück auch wieder beim MaxTytan. Dank der hohen Effizienz hat der Lüfter hier auch nicht viel Arbeit und landet im Betrieb in der Regel deutlich unter 1000 UPM. Bei unserem offenen Testaufbau bei 24 Grad war bereits bei 850 UPM Schluss. Der Lüfter lässt dabei ein typisches leichtes Rubbeln von sich, das zwar deutlich hörbar aber nicht wirklich laut ist.

Das eigentlich tolle ist aber, dass das MaxTytan den Lüfter nur bei wirklich hoher Belastung anwirft. Unterhalb von etwa 70% Last, also etwa 560 Watt arbeitet das Modell komplett passiv. Die Lüftersteuerung funktioniert dabei einwandfrei und macht keine Zicken.

Auch der Dust-Free-Modus verrichtet seine Arbeit zuverlässig. Bei jedem Start des Netzteils dreht sich der Lüfter zunächst in die falsche Richtung um so Staub aus dem Gehäuse zu "pusten". Durch einen Druck auf den Taster hinten am Netzteil kann man den Modus jetzt auch manuell auslösen und so den Lüfter längere Zeit rückwärts laufen lassen. Wie Effektiv diese Methode ist um das Netzteil von Staub zu befreien, wird sich vermutlich erst nach Jahren des Einsatzes zeigen. 

Erläuterung zum Test: Die Laustärke von Netzteilen hängt bei neuen Modellen in der Regel extrem von der Effizienz ab und der Lüfterdrehzahl/Lüftersteuerung ab. Grob kann man also sagen, dass je effizienter ein Netzteil ist, desto weniger Kühlung also Drehzahl ist erforderlich und desto leiser wird es auch sein. (Dabei ist natürlich relevant, wie der Hersteller die Lüftersteuerung einstellt und welche Temperaturen er beabsichtigt einzuhalten).

Hohe Effizienz bedeutet in einem Netzteil nichts anderes, als das weniger Wärme abzuführen ist, der Lüfter also langsamer drehen kann. Ein langsamerer Lüfter bedeutet in der Regel dabei aber wieder höhere Temperaturen, so dass alle Punkte in direktem Zusammenhang stehen. Wir messen die Drehzahl des Lüfters bei fallender Belastung  - also von 100% Last herunter bis zu 0% - direkt während der Effizienzmessung mit einem präzisen Laserdrehzahlmesser, der im Sekundentakt die UPM erfasst und so auch Schwankungen aufzeichnet.

Derzeit führen wir keine direkte Schallpegelmessung der Netzteile durch, da die Chroma etwa einen Geräuschpegel von an die 50 dBA besitzt, ist eine direkt Pegel-Messung des Netzteils schlicht nicht möglich.

 

Temperaturen

Bei den Temperaturmessungen zeigt sich im Netzteil zur Modularplatine ein Hotspot von 87 Grad im Vollast-Betrieb. Auch von der Unterseite des Netzteils lässt sich erkennen, dass hier die heißesten Stellen zu finden sind. Am Luftauslass messen wir am Kühllörper etwa 50 Grad. Die Kabel und Anschlüsse nehmen kaum Temperatur an und strahlen unbelegt eher mehr Wärme ab, die über den Innenraum kommt.

Erläuterung zum Test: Neben der Drehzahl überwachen wir auch die Temperaturen des Netzteils mit einer professionellen Wärmebildkamera. Dabei führen wir Aufnahmen von oben auf das gesamte Netzteil, von den Seiten, auf die Anschlusskabel und auf den Luftauslass durch. Da wir das Netzteil derzeit nur direkt im Betrieb bei Volllast beobachten ist es natürlich geschlossen. Die Aufnahmen durch das Gehäuse büßen natürlich einiges Informationsgehalt ein und dämpfen die Messwerte bei den Temperaturen etwas. Auf der anderen Seite würde ein öffnen des Gehäuses und dann die Messung der Platine ebenfalls zu verfälschten Werten führen, da der Luftstrom fehlt und Wärme viel besser entweichen kann, als im geschlossenen Gehäuse. Die Messung ist in jedem Fall also ein Kompromiss und wir versuchen sie noch weiter zu verbessern.



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