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AM1 Test: AMD Athlon 5350 Kabini APU (4/8)

Kabini Gaming - Casual Fun

Taugt die AM1 Plattform zum Spielen? - Durchaus. Allerdings ist dabei natürlich nicht an aktuelle AAA-Kracher in 1080p zu denken, wie es die "Kaveri"-APUs durchaus beherrschen. Aber für kleines Geld und geringen Verbrauch lässt sich auf den "Kabini"-Athlons und sicherlich auch -Semprons durchaus aufkommender Langeweile entgegenwirken, ohne dass man sich dabei auf Solitaire beschränken müsste.

Mit Dota 2, einem der aktuell populärsten und von vielen Fans exzessiv betriebenen Freizeitvergnügen, bewältigt der Athlon 5350 das MOBA-Genre. Zwar reicht es hier nicht für die - wenn man so will - "Ultra"-Settings, aber das ist bei Dota 2 auch absolut nachrangig. Full HD bei mittleren bis zumeist hohen Grafiksettings ist problemlos spielbar, auch wenn es mal etwas zur Sache geht.

Schlachtfelder in 1080p gibt es auch beim neu aufgelegten Age of Empires II HD. Wer vor dem Kampf gerne erstmal eine Zivilisation aufbaut (ja, sehr altmodisch) und Spaß am ausknobeln von Schlachtstrategien hat, dem kann die AM1-Plattform dafür locker die nötige Leistung bereitstellen. Der Retro-Spieleklassiker macht auf Kabini Spaß wie eh und je und hat in der Redaktion für nostalgische Erinnerungen an eine Zeit ohne Onlinezwang, dafür mit sehr, sehr regelmäßigen LAN-Partys geweckt.

Das redaktionelle Nostalgie-Niveau gipfelte irgendwo in der Unendlichkeit, als sich das preisgekrönte Klick-and-Point-Adeventure Deponia 3 (Goodbye Deponia) als härteste Nuss für den Athlon 5350 entpuppte. Hier sahen wir beim Laden von Szenenwechseln durchaus auch mal den Windows-Desktop durchflackern, allerdings ohne dass das Spiel abgestürzt wäre. Das mag daran liegen, dass die Deponia zugrunde liegende Engine auf OpenGL basiert, wahrscheinlich trägt auch der Single-Channel-Speicher seinen Teil dazu bei. Nichtsdestotrotz läuft das Spiel an sich wunderbar und wer Deponia-Reihe kennt, spielt und schätzt, der bringt für's Rätseln Richtung Elysium ohnehin viel Zeit mit. Hin und wieder paar Sekunden Ladezeit stören da nicht.

In der Gesamtschau der Spiele zeichnet sich ab, dass sich die AM1-Plattform gut dafür eignen könnte, dem Nachwuchs ein preiswertes System bereitzustellen, mit dem dieser (neben Hausaufgaben, "sozialen" Netzwerken usw.) auch ein paar harmlose - mitunter vielleicht sogar pädagogisch wertvolle - Spiele daddeln kann. Die beste Kindersicherung gegen nicht altersgemäße Games ist dabei die Spieleleistung. Doch auch Casual-Gamer, die ihre Jugend bereits hinter sich lassen mussten, kommen mit der AM1-Plattform sicher auf ihre Kosten.



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