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Audio Roundup - Audio Chipsets im Vergleich

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Realtek ALC880

Ein Flut von Codecs

Dominiert wird unser Testfeld von den verschiedenen Modellen, die Realtek auf den Markt geworfen hat. Anhand des Namens lsst sich schon einiges ber das Produkt aussagen. Dieser besteht aus einer dreistelligen Ziffer, die gelegentlich mit einem Buchstaben ergnzt wird. Die erste Ziffer steht dabei - in der Regel - fr die Anzahl der Kanle, die als Einheit genutzt werden knnen. Aktuell ist es eine 8, die damit einen 8-Kanal-Audio-Chip beschreibt. Es gibt aber auch Modelle mit einer 6, einer 2 oder einer 1. Diese fanden sich frher einmal auch auf Mainboards und Soundkarten. Mittlerweile werden sie aber - wenn berhaupt - nur noch auf Randprodukten eingesetzt, wie beispielsweise in Settop-Boxen.

Die zweite Ziffer beschreibt die Generation. Je hher die Ziffer, desto aktueller das Modell. Bei den 8Kanal-Audio-Chips findet sich die 5, 6 und 8. Wobei die 5 und 6 schon lngst zum alten Eisen gezhlt werden. Zumindest im Mainboard-Bereich. Dort findet sich fast ausschlielich nur noch Modelle der neusten Generation. Also Codecs mit der Bezeichnung ALC88x. Die letzte Ziffer beschreibt dann schlielich das jeweilige Modell, dass nach Ausstattung und Qualitt definiert ist. So lsst sich beinahe pauschal sagen, dass auch hier eine hohe Ziffer das beste Produkt beschreibt. Doch so ganz stimmt dass nicht.

hnlich wie bei Grafikchips oder Prozessoren, wo die Hersteller die Produktion erst im Anschluss klassifizieren, werden scheinbar auch die Codecs sortiert. Je nach Leistung (Funktionsumfang und Qualitt) werden die produzierten Chips den jeweiligen Codec-Gruppen zugeordnet. Aus diesem Grund verwundert es nicht, wenn gelegentlich auch Audio-Chips mit niedriger Kennziffer eine bessere Audio-Qualitt aufweisen, als Audio-Chips mit einer hheren Kennziffer. Darauf sollte man aber nicht hoffen. Klassischerweise sollte man auf die hhere Bezeichnung vertrauen. Nicht zuletzt, weil sie mit zustzlichen Funktionen ausgestattet ist.

ALC880

Der ALC880 ist das schwchste Glied in der Kette der aktuellsten Realtek Codecs. Er bietet passend zum Anschluss keine automatische Konfiguration eines gerade angeschlossenen Gertes. Die Anschlsse bleiben fest eingestellt. Jedoch ist eine automatische Erkennung integriert, die Auskunft darber gibt, an welchem Anschluss ein Stecker gesetzt wurde. Nur nicht, um was fr einen es sich handelt.

Den ALC880 gibt es in der klassischen Ausfhrung und als ALC880D. Letzterer ist der Hinweis, dass auch Dolby Digital Live untersttzt wird. Damit lassen sich generierte Audio-Daten (beispielsweise von einem Computerspiel) in Echtzeit digitalisieren und als Mehrkanal-Sourroundsound ber ein digitales Boxensystem ausgeben.

Die Audio-Qualitt ist stark schwankend und es bleibt Glckssache, ob man einen mit miger oder gar weit berdurchschnittlich guter Qualitt erwischt. Letzteres ist wohl eher selten der Fall, kann aber dennoch vorkommen. Der ALC880 lsst sich daher zumindest in diesem Punkt nicht pauschal bewerten.

Auffllig ist dann noch die reduzierte Bandbreite des digitalen Ein- und Ausgangs. Damit wre er normalerweise nicht ausreichend dimensioniert, um das neue Dolby Digital Plus mit seiner maximalen Datenrate zu bertragen, dass bei HDTV, HD-DVD und Blu-Ray Verwendung findet. Doch zumindest bei HD-DVD und Blu-Ray ist die Datenrate des Dolby Digital Plus dann soweit limitiert, dass auch die Bandbreite des ALC880 ausreicht. Aber keine Sorge, selbst wenn es mal nicht so ist, die Boxen bleiben nicht stumm. Klassischerweise erfolgt ein Downmix in Echtzeit und man msste sich dann nur mit einer geringeren Qualitt zufrieden geben.

ALC880
Echtes HD-Audio: Nein
Analog Out: 192kHz, 24bit
Digital Out: 96kHz, 24bit
Analog In: 96kHz, 20bit
Digital In: 96kHz, 24bit
DAC: 8
DAC-Genauigkeit: 192kHz, 24bit
ADC: 6
ADC-Genauigkeit: 96kHz, 24bit
Zurck: VIA VT1616B | Weiter: Realtek ALC882
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