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MSI GeForce RTX 4080 16 GB Gaming X Trio im Preview (2/2)

 MSI GeForce RTX 4080 16 GB Gaming X Trio im Detail

Die neuste GeForce Karte von MSI ist ein echter „Klopper“ und wiegt bei einer Länge von 34 cm satte 1876 Gramm, oder anders gesagt mehr als 1,8 KG. Das Schwergewicht im Tripple-Slot-Design bringt eine ganze Reihe neuer MSI-Features mit sich und heißt nicht etwa Gaming-Trio wegen der Breite, sondern wegen der drei Lüfter.

MSI verwendet bei der Karte das neue MSI TRI FROZR 3 Design, dass eine verbesserte Wärmeableitung rund um die ganze Karte mit sich bringen soll. Zu dem neuen Design gehören drei Lüfter aus der TORX Fan 5.0 Generation. Das Besondere an diesen Lüftern ist, dass jeweils drei Lüfterblätter außen durch einen Stabilisator verbunden sind.

Im Prinzip soll dass einfach die Stabilität der Lüfterblätter verbessern und so Vibrationen verhindern. Die Lüfter selbst sind mit Doppel-Kugellagern versehen, die zwar nicht dafür berühmt sind die leisesten zu sein, dafür aber eine bessere Lebensdauer haben, was bei einer Grafikkarte in der Über-1000-Euro-Klasse sicher nicht verkehrt sein kann.

Wie schon bei früheren Karten auch ist auch wieder die Zero Frozr Technik mit an Board, übersetzt ein Semi-Passiv-Modus der Lüfter, so dass diese bei geringer Last still stehen und die Karte passiv gekühlt wird.

Zur Verbesserung der Kühlleistung dürften auch die neuen Core Pipes der Karte beitragen, denn diese sind nun eckiger geformt als vorherige und sollen so die Kontaktoberfläche zur GPU vergrößern. Dazu dürfte auch die Kupfer Bodenplatte beitrage, die die Wärme von der GPU auf die Heatpipes überträgt.

Auch beim Kühlkörper selbst gibt es Neuerungen. MSI übernimmt hier eine Technik, die man zuletzt schon oft bei Luftkühlern gesehen hat. Durch eine spezielle Form der Lamellen des Kühlers, von oben zu erkennen als Zackenmuster, soll die Luft harmonischer und auch leiser durch den Kühlkörper geblasen werden. Ob das wirklich funktioniert würde sich aber nur beurteilen lassen, wenn man den gleichen Kühler auch noch einmal ohne die „Zacken“ zum Vergleich hätte.

Insgesamt macht der Kühler der Karte jedenfalls einen Gewaltigen Eindruck, vor allem durch seine Höhe, bei der die Kühlerlammeln es an einigen Stellen auf stolze 4 cm bringen.

Ein Blick auf die Rückseite, die man im PC ja üblicherweise sieht, lässt die Herzen von Optikfans höherschlagen, denn MSI hat mal wieder seine schönen gebürsteten Metall Backplates ausgegraben. Zuletzt wurden diese bei kleineren Grafikkarten gerne auch mal aus Kunststoff gefertigt.  Die Backplatze hat drei Zonen, wobei zwei Ecken gebürstet sind und der Rest matt schwarz. Je nachdem wie das Licht auf die Karte einfällt ergibt sich so ein interessanter und edler Optischer Effekt.

Eine Beleuchtung hat die Karte auf der Rückseite leider nicht, dazu muss man sich auf der Vorderseite mit jeweils drei Streifen begnügen, die vom mittleren Kühler aus zum Rand laufen. RGB-Technisch ist die Karte also etwas minimalistischer ausgestattet als vorherige Modelle. Wie immer gilt hier sowieso, Optik ist Geschmacksache, gerade wenn es um das Thema RGB geht.

Wer einen Blick auf die Rückseite wirft, dem wird auch ein kleiner Schalter an der Karte auffallen, der mit Silent und Gaming beschriftet ist. Es handelt sich hierbei um einen Dual-BIOS-Schalter. An diesem Kann die Karte zwischen einer Silent und einer Gaming-Version des Bios umgeschaltet werden. Der Schalter hat Einfluss auf die Kühlung und Leistung der Karte, wobei der Silent-Modus eben Laustärke und der Gaming-Modus die Performance priorisiert.

Direkt neben dem Schalter befindet sich der Stromanschluss der Karte in Form des neuen berüchtigten 12VPWHR, der aktuell jeden Tag durch die Presse gejagt wird. Ganz stark vereinfach ausgedrückt, ist dieser eine miniaturisierte Form von zwei 8-Pol-PCIe Steckern mit zusätzlichen Pins zur Kommunikation. Der Stecker ist an neuen ATX3 Netzteilen zu finden, aber auch als Adapter für ältere Netzteile erhältlich. Bei den im Internet zu findenden Problemen Mit dem Anschluss scheint es sich eher um Einzelfälle zu handeln. Da wir bereits mehrere ATX3-Netzteile bei uns in der Redaktion haben und diese auch an unserer Chroma mit extremen Belastungen testen können, müssen wir sagen, das wir bisher noch an keinem Anschluss die Probleme nachstellen konnten. Auch nicht wenn wir über die Spezifikation von 600 Watt des Anschluss hinaus gegangen sind.

Auf Seite der Monitoranschlüsse gibt es bei der neuen GeForce 4080 nicht viel zu berichten. Man findet auf der MSI Karte das mittlerweile übliche Setup mit 3 x DisplayPort 1.4 DSC und 1 x HDMI 2.1

Insgesamt hinterlässt die Karte von der Verarbeitung her einen sehr guten Eindruck. Trotz des hohen Gewichts verbiegt oder wackelt hier nichts.

Die UVP der Karte beträgt übrigens 1499 Euro, natürlich wie immer kein Schnäppchen aber so es bei dem preis bleibt, sicherlich besser als in schlimmsten Zeiten, in denen man für eine 3080 bis an die 2000 Euro bezahlen dürfte. Zudem soll sich die Karte von der Performance her doch recht deutlich über der 3090 Ti bewegen. Wir sind also hoffentlich auf einem guten Weg mit eher sinkenden Preisen. Die Karte dürfte ab morgen im Handel durchaus in besseren Stückzahlen verfügbar sein. Im Preisvergleich lässt sich das Modell schon finden, ein Händler ist aber nicht nicht gelistet.

Nun bleibt es also noch zu prüfen, wie sich die Karte in Sachen Performance, Laustärke und Verbrauch den so schlägt. Dazu bitten wir wie gesagt noch um etwas Geduld. Da wir den Treiber für die Karte erst spät erhalten haben, war es uns leider nicht möglich vorab schon einmal mit Benchmarks Vorzuarbeiten. Wir sehen uns also in Kürze an dieser Stelle mit einem Update wieder.


15.11.22 / rj

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