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ASRock 990FX Extreme4 im Test (2/6)

ASRock 990FX Extreme4: Ausstattung, Design und Kühlung

Durch die massive Anzahl an PCI-Express Lanes des AMD 990FX Chipsatzes kann das ASRock auch entsprechend mit Erweiterungskarten ausgestattet werden. Für Grafikkarten stehen insgesamt drei physikalisch kompatible PCIe x16 Slots zur Verfügung, jedoch ist der dem Platinenrand am nächsten liegende elektrisch nur mit vier Lanes angebunden. Dadurch eignet sich das 990FX Extreme4 realistischer weise nur für Gespanne aus zwei Grafikkarten im CrossFire- oder - und das ist im Vergleich zum 890FX Deluxe4 neu - auch dem SLI-Verbund.

Wesentlich sinnvoller ist es daher, den dritten PEG Slot für andere PCIe-Erweiterungskarten heranzuziehen, zumal eine Grafikkarte im Dual-Slot-Design dort ohnehin andere Anschlüsse auf der Platine verdecken würde. Die Anordnung der übrigen PCIe x1 und PCI-Steckplätze (jeweils zwei) ist ist von ASRock klug durchdacht. Selbst beim Einsatz von zwei Dual-Slot Grafikkarten bleibt von jeder Variante je ein Steckplatz nutzbar.

Bei der Anordnung des Kühlers für die AMD 990FX Northbridge und die Spannungswandler hat ASRock nichts geändert, es kommt exakt die gleiche Kühlerkonstruktion wie beim 890FX Deluxe4 zum Einsatz und das aus gutem Grund. Allerdings setzt nun auch ASRock auf das zweiteilige Combo Cooler Retention Module (C.C.R.) zur Befestigung des CPU-Kühlers, welches die Luftzirkulation rund um den Sockel verbessern soll.

ASRock 990FX Extreme4 Cooling

Bei ASRocks Kühllösung für die 8+2 Phasen Spannungswandler hat der Anwender die Wahl, wie kräftig die Kühlleistung sein soll. Für den alltäglichen Betrieb mit Standardwerten genügt die passive Variante vollauf, wer das 990FX Extreme4 (oder andere Komponenten) jedoch übertakten möchte, dem bietet das Mainboard aber auch die aktive Option.

ASRock 990FX Extreme4 Extra Fan

Die Sichtblende des Kühlkörpers auf den Spannungswandlern kann mit wenigen Handgriffen abgeschraubt und mit einem kleinen Lüfter ersetzt werden. Dieser Lüfter und sogar ein kleiner Schraubendreher gehören zum Lieferumfang.

Bo(a)rdtechnik

USB 3.0:
Auch das ASRock 990FX Extreme4 kommt wieder mit zwei USB 3.0 Controller-Chips für insgesamt vier USB 3.0 Anschlüsse (2x Rear, 2x Front) daher. Im Unterschied zum 890FX Deluxe4 kommen beim 990FX Extreme4 jedoch statt der NEC UPD720200 diesmal die EJ168A Controller von Etron zum Zuge.

Extra SATA 3:
Leider setzt ASRock auch diesmal wieder für zwei zusätzliche SATA3 Anschlüsse auf den SE9120 Controller von Marvell. Dieser kann bei der theoretischen Datenübertragunsleistung nicht einmal die volle Geschwindigkeit für ein SATA 3 Laufwerk bieten, da er nur mit einer PCIe 2.0 Lane angebunden ist. Nicht besser wird die Performance, wenn er zwei Geräte zu bewältigen hat. Trotzdem fällt dieses Manko nicht sonderlich ins Gewicht, da die AMD SB950 ja bereits sechs SATA 3 Anschlüsse zur Verfügung stellt, was in einem Privat-PC vollkommen ausreichen sollte.

Sound:
Beim Sound setzt ASRock abermals auf den ALC892 HD Audio Codec, der bis zu acht Kanäle ansteuern kann. Der Ton mit Unterstützung für THX TruStudio kann somit analog über die 3,5 mm Audio-Jacks ausgegeben werden oder auch digital mittels je einem optischem beziehungsweise koaxialem SPDIF-Ausgang.

Firewire und PATA:
Durch den VIA VT6330 erweitert ASRock das 990FX Extreme4 um IEEE 1394 Firewire (1x Rear, 1x Pin-Header) und einen PATA ("IDE") Anschluss. Letzteres ist natürlich besonders für Aufrüster erfreulich, die gegebenenfalls noch eine entsprechende Festplatte oder optisches Laufwerk in diesem Standard weiterverwenden möchten.

LAN:
In ein LAN-Netzwerk lässt sich das 990FX Extreme4 von ASRock durch den Gigabit Ethernet Port einbinden. Technisch ist er über den Broadcom BCM57781 Controller realisiert. Auch an dieser Stelle setzt ASRock im Detail auf eine andere Komponente, als noch beim 890FX Deluxe4.

Core Unlocking:
Natürlich bringt auch das 990FX Extreme4 wieder die Unlock CPU Core ("UCC") Funktion mit. Damit können bei einer Reihe von AMD Prozessoren standardmäßig deaktivierte Kerne wieder reaktiviert werden. Das kann für Schnäppchenjäger eine Option sein - eine Garantie, dass es funktioniert gibt es allerdings nicht: schließlich kann ein deaktivierter Kern auch defekt sein.

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