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Kolink Continuum 850W mit Platinum Effizienz im Test (10/10)

Fazit

Die noch recht junge Marke Kolink liefert auch mit dem neuen Continuum 850W wieder einmal eine solide Leistung zum sehr attraktiven Preis ab. Für 125 Euro gibt es hier ein leistungsstarkes 850 Watt Netzteil mit Platinum Effizienz. Interessant an den Kolink-Netzteilen ist immer wieder zu sehen, dass sich der Hersteller auf die wesentlichen Aspekte Konzentriert und dort gute Leistungen abliefert, um die attraktiven Preise zu halten, aber zum Teil kleine Einschränkungen in Kauf nimmt, die den Betrieb in der Regel aber nicht beeinflussen. So wird zum Beispiel hier auf eine OTP verzichtet und die Holdup-Time ist mit 10 ms eher gering. Dafrü bekommt man aber  hohe Effizienz, gute Ripple-Werte und auch sonst solide Resultate.

Bei 115V gibt es einen 1A soliden Platinum Level, der bei 50 und 100 % Auslastung fast genau getroffen, bei Belastungen unter 40 % aber deutlich überschritten wird.  Die maximale Effizienz mit 92.7 % wird bei 30 % Last erreicht.

Bei den für uns relevanten 230V Ergebnissen gibt es ein minimales unterschreiten des Platinum-Levels bei 50% Last, was aber nicht ungewöhnlich ist, da die maximale Effizienz bei neuen Netzteilen nur noch selten dort erreicht wird. Das Modell erreicht seinen Maximalwert  bei 40% Last mit 93.8 %. Ist dafür bei 100%  Last und im unteren Bereich aber über Platinum-Level. Von 20-100 % Last gibt es Effizienzen über 91 %

Bei niedrigen Lasten unter unter 100 Watt  gibt es einen Grundumsatz von etwa 7.3 Watt, die das Modell nicht unterschreitet. Die Effizienz erreicht 80% bei etwa 35 Watt und wandert dann langsam Richtung 90 % bei 100 Watt

Die Spannungsregulation des Kolink Continuum 850W ist zwar nicht auf Top-Niveau, aber solide bei etwa 1% auf der 12V und etwa 2 % auf den anderen Spannungen. Die -12V Schwankt deutlich wird aber bei modernen PCs kaum mehr benutzt. Die SCP arbeitet ebenfalls gut, wenn auch nicht ganz perfekt. Sie sollten in den meisten Problemfällen guten Schutz bieten, wobei zu erwähnen ist, das eine perfekte implementation von SCP tatsächlich kostenintensiv und recht selten zu finden ist.

Kleine Negativpunke finden sich beim Kolink 850 W auch. So gibt es einen kleinen Fehler in der Voltage-Risetime auf der 12V Leitung beim Einschalten des Netzteils. Die Holduptime ist gemessen an der ATX-Spec zu niedrig und der Inrush-Peak kurzfristig im Overshoot recht hoch. Die Fehler sind allerdings in der Praxis eher unerheblich, wenn das Netzteil nicht an einer USV betrieben wird. Das Kolink auf die Beilage eines Strom-Anschlusskabels verzichtet, mag man positiv sehen, wenn man eh genug dieser Kabel rumliegen hat, oder es mag einen Ärgern, wenn genau das Kabel gerade fehlt.

Ziehen wir unser Schlussfazit. Das neuste Netzteil von Kolink liefert wieder einmal eine ordentliche Leistung zum Kampfpreis. Das Modell gehört zu den günstigsten Modellen in seiner Klasse, ist je nach Shop oft sogar das günstigste angebotene Platinum-Modell mit 850 Watt. Die Ausstattung ist, gut, die Leistungswerte sind solide und halten was versprochen wird. Die Laustärke ist nicht auf Super-Silent-Niveua, aber auch nicht zu laut. Für Kunden, die ein günstiges Netzteil mit 850 Watt und hoher Effizienz suchen, kann man das Kolink Continuum 850 somit durchaus empfehlen.

Vorteile

  • Solide Platinum Effizienz
  • Ripple-Werte auf gutem Level
  • < 2.5 % Spannungsregulation, < 1 % auf 12V
  • Gute Kühlung
  • attraktiver Preis

Nachteile

  • Kleiner Fehler bei Voltage-Risetime auf 12V
  • Holdup-Time 10.8V
  • Inrush-Peak recht hoch

9.5.18 / rj

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