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Patriot Viper VPN100 M.2 NVME SSD im Test (11/11)

Fazit

Die Viper VPN100 ist eine außerordentlich schnelle SSD und erreicht tatsächlich in manchen Benchmarks mehr als 700.000 IOPs. Es sind im ASSSD sogar 785.000 IOPs. Insgesamt beißt sich die Viper VPN100 mit ihren Zähnen im oberen Drittel des Testfelds fest und hinterlässt damit einen mehr als soliden Eindruck. Sie liegt im Gesamtrating gleichauf mit der auch sehr schnellen Corsair MP510, wobei die Viper beim Schreiben kurzfristig immer mal bessere Performance in die Waagschale werfen kann.

Im Vergleich zu den neueren SSDs mit PCI-Express-4.0-Standard und den darauf arbeitenden verbesserten Controller können die PCIe-3.0-SSDs trotz NVMe-Protokoll bei den absoluten Übertragungswerten zwar nicht mithalten, in der Praxis ergeben sich aber tatsächlich keine so großen Unterschiede, vor allem wenn die Arbeitslasten für die SSD größer werden und nicht nur aus kleinen Schreibzyklen bestehen, die überwiegend im Cache ablaufen.

In einzelnen Benchmarks wie dem CrystalDiskMark Random Read und Write von 4KB mit einer Tiefe von QD=32 kann die Viper VPN1000 aus den Vollen schöpfen und setzt sich sogar an die Spitze des Gesamttestfelds. Dies dürfte vor allem den 1GB großen DDR3L-Cache zusammen mit dem SLC-Cache zu verdanken sein. Wie in den Patterntests und beim Stresstest zu sehen fällt die Performance bei intensiverer Nutzung dann auch auf das normale Maß zurück.

Der insgesamt gute Eindruck der SSD wird durch die praxisrelevanten Benchmarks von PC Mark 7 und PC Mark 8 noch einmal bestätigt. Mit 5100 Punkten setzt sich die Patriot VPN100 auf den zweiten Platz direkt zur sehr ähnlichen Corsair Force MP510 im Gesamtranking von PC Mark 8.

Im Performancedurchschnitt fällt die Patriot Viper VPN100 eigentlich nur durch die von dem PCIe-3.0-Standard begrenzten maximalen Datentransferraten etwas ab. Schneller sind nur die PCIe-4.0-SSDs. Dabei ist allerdings anzumerken, dass die maximale Datenrate bei PCI-Express-4.0-SSDs nicht nur ein entsprechend schnelles Mainboard voraussetzen, sondern auch optimale Bedienungen beim Lesen und Schreiben vorliegen müssen, was meist nur bei synthetischen Benchmarks gegeben ist. Dies ist auch der Grund, warum PC Mark die maximale Übertragungsgeschwindigkeit der SSDs nicht besonders hoch einstuft und andere Werte als wichtiger für die Performance ansieht.

Für die Patriot Viper VPN100 können wir also festgehalten, dass der Hersteller eine sehr leistungsstarke SSD anbieten, welche die Möglichkeiten des PCI-Express-3.0-Anbindung mit vier Lanes voll ausreizen kann. Der fest verklebte Kühlköper sollte je nach verwendetem Mainboard allerdings bedacht werden. Es lässt sich zwar abziehen, wenn man den entsprechenden Mut aufbringt, allerdings muss man ihn natürlich mitbezahlen. Es wäre dementsprechend schön, wenn Patriot die SSD auch ohne den Kühler anbieten würde, für Kunden die bereits Kühler auf dem Mainboard besitzen.

Bezieht man die mehr als 700.000 IOPS in die Suche nach einer SSD ein, denn gehört die Patriot Viper VPN100 mit 1-TB-Speicher zu den wenigen PCIe-3.0-SSDs die diesen Wert überhaupt erreichen und dazu noch für unter 200 Euro zu finden ist. Mit der VPN100 gelingt Patriot mit einer hervorragenden SSD damit ein super Einstand bei uns in den Tests. Die Tests der zwei weiteren Viper SSDs VP4100 und VPR100 werden wir in kürze ebenfalls veröffentlichen.

Vorteile:

  • Gute Maximalperformance
  •  Über 700.000 IOPS bei 4K-Zugriffen möglich
  • Mitgelieferter Kühlkörper
    mit guter Kühlleistung
  • Drei Jahre Garantie

Nachteile:

  • Kühlkörper verklebt, schwer zu entfernen
    wird leider nicht ohne angeboten

23.02.20 / ar/rj



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