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ASUS E35M1-M PRO: AMD E-350 Fusion APU 'Zacate' im Test

Einleitung

Mit den E-Series und C-Series Plattformen schickt sich AMD zu Beginn des Jahres 2011 an, das Segment der x86 basierten Geräte mit niedrigem Energieverbrauch aufzumischen. Es ist das erste, echte Low-Power Design der Chipschmiede. AMDs Vorgänger in diesem Bereich, wie die inzwischen stark in die Jahre gekommene Geode CPU oder auch diverse Varianten von Athlons oder Turions, wurden immer Chip-Designs (K7, K8, K10) entlehnt, die im Kern für ganz andere Leistungsspektren vorgesehen waren.

Die speziell entwickelten "Bobcat" x86 (AMD64) Kerne der Fusion APUs eröffnen dem Unternehmen und seinen Kunden also schon was Strom sparende serielle Prozessorenleistung alleine angeht, ganz neue Perspektiven. In den vergangenen Jahren drohten hier AMD auch sämtlich die Felle wegzuschwimmen: Intel landete mit den Atom-Prozessoren einen riesigen Erfolg, der es erlaubte, gleich eine ganz neue Kategorie an mobilen Rechnern ("Netbooks") ins Leben zu rufen. Aber auch VIA, der andere - für Privatanwender eher unscheinbare - Entwickler von x86 Chips, ist nun schon seit Jahren mit den Nano-Prozessoren speziell bei Embedded Systemen am Markt.

ASUS E35M1-M PRO

AMD meldet sich aber nicht nur massiv aufgerüstet an der x86 Front zurück, sondern auch bei den integrierten Grafiklösungen. Bislang waren integrierte Grafiklösungen in einem extra Chip zu finden, der gemeinhin noch als "Northbridge" bezeichnet wird. Über die Jahre hinweg integrierte AMD schrittweise aber immer mehr Funktionen besagter Northbridge in die CPU selbst, wodurch AMDs Northbridges zuletzt ohnehin nur noch bessere PCIe Switches - bei Bedarf mit integrierter Grafik - waren.

Mit den Fusion APUs wandern die integrierte Grafik und ein Teil der PCIe-Logic ebenfalls in den fusionierten Chip, was es AMD einerseits erlaubt, den relativ kostspieligen "Northbridge"-Chip einfach wegzulassen. Auf der anderen Seite ergeben sich auch bei der Energieversorgung und den Verbindungen zwischen den Einheiten der APU Synergien, wodurch der Fusion-Chip im Vergleich zu CPU + Northbridge Kombinationen ohnehin effizienter arbeitet. Genau diesem Umstand soll die Gerätebezeichung "APU" (Accelerated Processing Unit) Rechnung tragen: Es ist die physikalische Zusammenführung von CPU und GPU, die gemeinsam schneller rechnen können, als wenn man beide Einheiten getrennt voneinander betrachtet.

Langer Einleitung kurzer Sinn: Wir haben AMDs Fusion APUs auf den Zahn gefühlt. Genauer gesagt der AMD E-350 APU, die mit zwei 1,6 GHz Bobcat-Kernen und der Radeon HD 6310 getauften Grafiklogik aufwarten kann. Dazu stellte uns AMD dankenswerter Weise das ASUS E35M1-M PRO µATX Mainboard zur Verfügung. Und weil natürlich jeder wissen will, wie sich die APU gegen die Konkurrenz schlägt, haben ihr das ASUS AT5IONT-I Mainboard gegenübergestellt, das mit einem Dual-Core Intel Atom D525 (je 1,8 GHz) mit Hyperthreading und einer extra NVIDIA ION GPU zu Werke geht.

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