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ASUS E35M1-M PRO: AMD E-350 Fusion APU 'Zacate' im Test (14/14)

Fazit

Nachdem wir AMDs neuer E-350 Fusion APU auf dem ASUS E35M1-M PRO lange und ausführlich auf den Zahn gefühlt haben, nötigt uns dieses Produkt tatsächlich einigen Respekt ab. AMD ist nicht nur wieder Ernst zu nehmen auf dem Gebiet der Low-Energy Plattformen, sondern setzt sich bei der Leistungsfähigkeit vor die dort schon seit Jahren fest etablierte Konkurrenz.

Was AMD aus einem einzelnen Chip herauszuholen vermag, gelingt den zwei Konkurrenten Intel und NVIDIA auch dann nicht, wenn sie jeweils ihre Top-Produkte dieser Geräteklasse in den Ring werfen. Zwar zeigen unsere Benchmarks ein fröhliches hin und her, mal hat Intels Dual-Core Atom D525 mit seinen 1,8 GHz und Hyperthreading die Nase vorn, mal die beiden 1,6 GHz "Bobcat" x86 Kerne der AMD APU. Einen ähnlichen Schlagabtausch liefern sich auch NVIDIAs Next-Generation ION (ION 2) und AMDs Radeon HD 6310.

Sehr deutlich wird es dann bei den Features, dort macht die E-350 APU vor allem Dank DirectX 11 Punkte, wo die Wettbewerber kein Land sehen. Was uns zu einem anderen Punkt bringt, nämlich was dieses reiche Feature-Set denn eigentlich wert ist.

AMD E-350 Fusion APU ASUS E35M1-M PRO

Die E-350 APU ist an sich natürlich nicht in der Lage, brandneue, leistungshungrige Games zu bewältigen. Dafür ist sie weder gedacht, noch gemacht. Vielmehr beschränken sich ihre spielerischen Kapazitäten eher auf Evergreens mit moderaten Anforderungen an die Hardware. Wofür ein modernes Feature-Set gut ist, zeigt sich eher an anderer Stelle: Die E-350 Fusion APU beherrscht die aktuellen DirectCompute und OpenCL Standards, beschleunigt eine Reihe an gängigen Video-Codecs und ist fit für die Web-Techniken der Zukunft.

Eben dies ist der hocherfreuliche Aspekt an der AMD APU: Low-Power PC-Plattformen waren bislang solche, bei denen der Anwender hinsichtlich des allgemeinen Standes der Technik immer auf etwas verzichten musste. Sparsamkeit bei der Energie wurde durch Sparsamkeit bei den Features erreicht. AMDs APU hingegen ist auf der Höhe der Zeit: Sie beherrscht nicht nur sämtliche aktuellen Standards, sondern mit ihr ist auch in Zukunft noch zu rechnen, wenn sich noch junge Technologien wie etwa Direct2D und was darauf aufbaut, etabliert haben werden.

ASUS musste beim ASUS E35M1-M PRO also eigentlich gar nicht viel tun, um ein gutes Produkt abzuliefern. ASUS hat sich dennoch nochmal ins Zeug gelegt: Modernes EFI statt altem BIOS, passive Kühlung mit optionalem, beigelegten Lüfter, USB 3.0 Lösung aus eigenem Hause und zu guter Letzt ein Overclocking Switch, den man getrost hätte auch einsparen können. Sei's drum.

Für knapp 110,- Euro ist das ASUS E35M1-M PRO zu haben, ein echter Kampfpreis. Die Konkurrenzkombo aus Intel und NVIDIA Technologie, namentlich AT5IONT-I und auch aus dem Hause ASUS, ist ca. 25 Euro teurer, hat aber weit weniger zu bieten. Wer also eine unkomplizierte All-in-One Plattform sucht, die im Leistungsbereich zwischen Bürokiste, HTPC und Casual-Gaming-Rechner alles beherrscht, die möglichst sparsam und leise sein soll und zudem nicht die für ITX-Platinen typischen Einschränkungen aufweist, der kommt am ASUS E35M1-M PRO im Micro-ATX Format derzeit nicht vorbei.


ASUS E35M1-M PRO:

Excellent Hardware Award Preis-Leistung Award

AMD E-Series Platform:

Innovation Award

15.04.11 / jm

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