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ASUS E35M1-M PRO: AMD E-350 Fusion APU 'Zacate' im Test (7/14)

APU Technik: Radeon GPU

Der für Technikverliebte wohl interessanteste Part ist die GPU Teileinheit der Fusion APUs. Zwar ist das Prinzip, Chipsätze oder Prozessoren mit einer Grafikeinheit zu bereichern nicht wirklich neu. Aber eine darart leistungsfähige Grafikeinheit wie AMD hat noch kein Hersteller in einen x86 Systemprozesor integriert. Und die Chancen stehen gut, dass AMD dies als Alleinstellungsmerkmal behalten wird.

AMD spricht von "Discrete Class Graphics" mit insgesamt 80 "Radeon Cores", wir bleiben hingegen lieber bei dem Begriff "Shader". Denn bei den beiden Varianten Radeon HD 6310 (500 MHz) und Radeon HD 6250 (280 MHz) handelt es sich um das 5-D VLIW Design, wodurch man für "vollwertige" Recheneinheiten rechnerisch auf 16 Stück kommt. Die Shader beherrschen die Grafik-APIs DirctX 11 und OpenGL 3.2, im Bereich des General Purpose Computing verstehen sie Shader Model 5 und OpenCL 1.1 Instruktionen.

AMD Fusion E-350 APU Radeon HD 6310

Mit an Board ist auch der Unified Video Decoder (UVD) in der dritten Version. Dieser beschleunigt Videos in den Codecs H.264 (avi), VC-1 (WMV), MPEG-2 und MPEG-4 part 2 (DivX/Xvid). Im Gegensatz zu echten diskreten Grafikkarten von AMD mit UVD3 beschleunigen die APUs aber nicht Multi Video Coding (MVC), ergo keine Stereoskopie für Filme in 3D.

Gerade der UVD3 spielt in AMDs APUs eine Schlüsselrolle. Die Beschleunigung diverser Codecs durch die GPU lassen sich auch leistungshungrige Videos - beipielsweise im Flash-Player oder per HTML5 im Web oder auch lokal vorliegende Filme in verschiedenen Formaten - trotz begrenzer CPU-Leistung flüssig darstellen. Wir haben es getestet und kommen im Verlauf des Artikels noch einmal auf diesen Aspekt zurück.

AMD Fusion E-350 APU UVD3

Aber auch abseits von Videos kann die Radeon Technik Anwendungen beschleunigen. Dazu zählt beispielsweise Rendering mittels Direct2D, wie es in den Internet Explorer 9 oder Mozilla Firefox 4 Browsern zum Einsatz kommt. Auch bei der Darstellung der Oberfläche von Windows Vista und 7 werden auf diese Weise CPU-Kene von GPU-Shadern entlastet.

Nun sind dies jeweils für sich genommen selbstverständlich nicht exklusive Alleinstellungsmerkmale von AMDs APUs. Aber all diese Features zusammen, versammelt in einer integrierten Grafikeinheit, das kann tatsächlich nur AMD aufbieten und somit im APU Chip selbst ausgleichen, was der oder die Bobcat x86 Kerne alleine nicht zufriedenstellend bewerkstelligen könnten.



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