TweakPC


ASUS E35M1-M PRO: AMD E-350 Fusion APU 'Zacate' im Test (2/14)

ASUS E35M1-M PRO: Design und Kühlung

AMDs E-Series Plattform ist vielseitig. In verschiedenen Gerätekategorien wie Netbooks, Notebooks und den dazwischen liegenden "Ultra-Thin Clients" (eine extra Erfindung von AMD) aber auch stationären Rechnern wie Nettops und kleinen Desktops finden die Fusion APUs ein Zuhause. Entscheidend dafür, wo eine APU eingesetzt wird, ist letztendlich der Formfaktor des Mainboards.

Das ASUS E35M1-M PRO Mainboard ist eine Micro-ATX Platine und eignet sich damit für den Einsatz in kleinen, jedoch nicht ganz kleinen Gehäusen. Nicht für Nettops geeignet, in denen üblicherweise die noch kleineren (mini-)ITX Boards verbaut werden, dafür aber in HTPC-Gehäuse passend. Dieser Kompromiss aus klein, aber nicht winzig hat natürlich auch Vorteile, wenn es um die mögliche Ausstattung geht, der wir uns zunächst widmen möchten:

Obwohl das E35M1-M PRO mit der AMD E-350 APU bereits über eine Grafiklösung verfügt, weist das Board trotzdem einen PEG Slot auf. Obwohl dieser physikalisch als PCIe x16 Stckplatz ausgeführt ist, wird er elektrich nur mit vierfacher Anbindung betrieben. Konkret bedeutet das: Große Grafkkarten können eingesetzt werden, unter Umständen werden diese aber leicht ausgebremst. Daneben findet sich auf dem ASUS E35M1-M PRO auch noch ein PCIe x1 Slot und zwei PCI Steckplätze.

Der Einsatz eine Doppelslot Grafikkarte emfiehlt sich beim E35M1-M PRO also aus zwei Gründen nicht: Erstens bremst der PEG Slot und zweitens verdeckt eine solche Grafikkarte den PCIe x1 Stackplatz. Die Sinnhaftigkeit des Einatzes einer energiehunrigen, leistungstarken Grafikkarte mit Doppelslotkühlung auf einer E-Series Plattform sei generell dahingestellt.

ASUS E35M1-M PRO Cooler

Dank des niedrigen Energieverbrauchs kommt das Gespann aus AMD E-350 APU plus A50M Fusion Controller Hub ("FCH") Southbridge insgesamt lediglich auf knapp 23 Watt TDP, also von den Chips abzuleitende Wärme. Dafür sorgt beim ASUS E35M1-M PRO ein passiver Kühlkörper (Maße: 9,3 x 7,5 x 3,5 / BxTxH in cm). Außerdem liegt dem ASUS E35M1-M PRO ein 60 mm Lüfter mit 3-Pin Stecker bei, den der Nutzer auf den Kühlkörper zusätzlich aufschrauben kann, aber nicht muss. Für den Anschluss von Lüftern befindet sind ein 4-Pin Anschluss auf dem Mainboard - so können alternativ auch PWM-Lüfter für den Kühler auf APU und FCH eingesetzt werden. Außerdem bietet das AMD E-350 APU noch einen 3-Pin Lüfteranschluss für einen Gehäuselüfter. Bei den 3-Phasen-Spannungswandlern für die APU spendiert ASUS dem AMD E-350 APU keinen extra Kühler, was bei bei den vergleichsweise geringen Energiemengen einer E-series Plattform auch nicht nicht nötig ist.

Bo(a)rdtechnik

Auf die technischen Details von APU und FCH gehen wir im Verlauf des Artikels noch extra ein, trotzdem lohnt es beim ASUS AMD E-350 APU einen genaueren Blick auf die technische Infrastruktur zu Werfen:

USB 3.0:
Auch bei AMDs E-Series Plattform muss der USB 3.0 Standard über extra Host Controller realisiert werden. Statt wie in gefühlten 99,9 Prozent aller Fälle setzt ASUS beim Host Controller aber nicht auf den µPD720200 dem Hause NEC (Renesas), sondern auf eine Eigenentwicklung der Unternehmenstochter ASMedia. Leider stießen wir in unserem Test auch promt auf ein kleineres Treiberproblem: Der AMD USB Filter-Treiber vertrug sich nicht mit dem USB Treiber von ASMedia und gemeinsam produzierten sie Bluescreens. Allerdings kann, wer nicht ausgerechnet ein USB-Audiogerät nutzt, getrost auf die Installation besagter AMD Treiberkomponente verzichten.

PCI:
Für die AMD E-Series Plattform gibt es den FCH in unterschiedlichen Varianten, auf die wir später im Artiekl gesondert eingehen werden. Die beim ASUS E35M1-M PRO eingesetzte Variante A50M bietet von sich aus keine PCI Funktionalität. Mit dem ASMedia 1083 Chip brückt ASUS eine PCIe x1 Lane zu drei PCI, wovon zwei als Steckplätze ausgeführt sind.

EPU:
Die Energy Processing Unit (EPU) ist ein von ASUS entwickelter kleiner Chip, der die Energieversorgung des Systems optimieren soll. Je nachdem, ob Übertaktung oder Energiesparen im Sinne des Anwenders liegt: die EPU soll den Energiefluss entsprechend optimieren. Die Wirkung der EPU ist umstritten und letztendlich abseits von Labortests eher eine Glaubensfrage - ihre Anwesenheit schadet jedoch nicht.

Sound:
Große Töne spuckt das ASUS E35M1-M PRO mit dem Realtek ALC887 nicht unbedingt. Zwar ist der 8-kanalige High-Definition Audio-Codec an sich keine schlechte Lösung, auch wenn es bessere geben mag. Vielmehr wird dem E35M1-M PRO zum Verhängnis, dass es anschlusstechnisch analog nur sechs Kanäle (5.1) ausgeben kann. Wer Sound mit mehr als sechs Kanälen genießen möchte - bei einem HTPC nicht unwahrscheinlich - dem empfiehlt ASUS ein entsprechendes Front Panel im Gehäuse als vierte Ausgabebuchse.

LAN:
Für Anschluss im kabelgebundenen Netzwerk sorgt Realteks RTL 8111E Chip. Er beschert dem ASUS E35M1-M PRO den Gigabit Ethernet Anschluss, durch den auch große Datenmengen im LAN zügig transportiert werden können.

Firewire:
An den bereits angesprochenen den dritten PCI ist der VT6308P angebunden. Durch diesen Host Controller von VIA versorgt ASUS das E35M1-M PRO mit Firewire-Funktionalität.



ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2017 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved