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ASUS E35M1-M PRO: AMD E-350 Fusion APU 'Zacate' im Test (11/14)

Potentiale für Übertaktung und Energieeinsparung

ASUS hat dem E35M1-M PRO den "Turbo Key II" spendiert und legt sein AMD E-350 basiertes Produkt dadurch auch Overclockern ans Herz. Doch Hand aufs selbige: Macht das wirklich Sinn? Immerhin handelt es sich bei den Fusion-Produkten der E- und C-Series um Chips, die während der langen Entwicklungsphase primär darauf getrimmt wurden, möglichst sparsam zu arbeiten.

Unsere Erwartungen wurden dann auch nicht entäuscht, unserer Ansicht nach macht es überhaupt keinen Sinn, die AMD E-350 APU zu übertakten. Mit einer Anhebung des Referenztaktes um 18 Prozent konnten wir auch den Takt lediglich um 18 Prozent erhöhen. Jedoch mussten wir dazu auch die Kernspannung auf 1,45 Volt erhöhen und waren dann auch schon am vertretbaren Maximum angelangt. Weitere Spannungserhöhungen förderten keine zusätzlichen Overclocking-Potentiale zu Tage, die auch nur annähernd für so etwas wie einen Alltagsbetrieb tauglich gewesen wären. Das ergibt also ein Plus beim Takt von 288 MHz für 10 Prozent mehr Versorgungsspannung.

AMD E-350 Fusion APU Overclocking

Wer sich Hoffnungen gemacht hatte, von AMD eine stromsparende APU geliefert zu bekommen, die dann mit satten Spannungserhöhungen zur MHz-Schleuder wird, kann diese also getrost begraben. Aber wo es nach oben geht, da geht es bekanntermaßen auch in die Gegenrichtung. Wir haben uns beim ASUS E35M1-M PRO natürlich auch dem Undervolting gewidmet.

Durchaus interessant ist der Umstand, dass die E-350 APU auch mit guten 10 Prozent weniger Versorgungsspannung noch stabil zu betreiben war. Beim Undervolting hatten wir uns ursprünglich noch weniger Spielräume erwartet als beim Overclocking - war doch davon auszugehen, dass AMD den Low-Energy APUs gerade einmal so viel Energie wie nötig gönnt. Offenbar geht da also noch etwas. Jedoch sei angemerkt, dass das ASUS E35M1-M PRO im etwa 30 Watt Energieleistung aufnimmt und auch mit dem Undervolting der APU reduziert sich dieser Wert nicht wesentlich.

So bleibt festzuhalten, dass es bei der Energieaufnahme je etwa 10 Prozent nach oben und unten geht, wobei in ersterem Fall je nach güte der Chips etwa zwischen 15 und 20 Prozent mehr Takt zu erreichen sein dürften. Zum Tweaken eignet sich die AMD E-350 APU also nicht sonderlich.



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