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Plextor M9Pe M.2 NVME SSD im Test

Plextor gibt Gas dank SLC-Cache

In vergangenen Tagen war der Name Plextor ein Synonym für die besten CD-Brenner der Welt. Viel Zeit ist seit dem vergangen und CD/DVD-Laufwerke verschwinden mehr und mehr aus dem Mark und den Köpfen der Anwender. Dementsprechend hat Plextor seinen Fokus geändert und ist nun vor allem im Bereich der SSD-Laufwerke unterwegs. Plextor konnte mit einigen vor allem den älteren SATA-Modellen gute Performance-Ergebnisse erzielen.  Da Plextor viele Kunden in der Industrie für sich verbuchen kann, legt man sehr viel Wert auf die zuverlässig der Produkte.

Bei den NVMe-Laufwerken fehlte Plextor längere Zeit ein Top-Modell, welches mit den aktuell schnellsten Laufwerken mithalten kann. Mit den neuen M9Pe-SSDs soll sich das ändern und man will an die derzeit führenden Modelle aufschließen.

Plextor versucht aber nicht nur in Sachen Performance sondern auch bei der Anwenderfreundlichkeit zu Punkten und so ist die SSD nicht nur als M.2-NVMe-Modell unter der genauen Bezeichnung "M9PeG", sondern auch als PCIe-Steckkarte unter "M9PeY" verfügbar. Die SSD lässt sich somit sowohl in neuen Mainboards mit M.2-Slot verwenden als auch in älteren Systemen, wenn ein freier PCIe-Slot verfügbar ist. Eine weitere Besonderheit der SSD ist die Verfügbarkeit mit und ohne Kühler in der M.2-Variante. Auch hier wird dem Anwender maximale Flexibilität geboten. Wer bereits einen Kühler auf seinem Mainboard besitzt, der kann entsprechend die Version ohne Kühler kaufen.

Die SSDs der M9Pe Serie sind in 256, 512 GB und 1 TB Kapazität verfügbar und allesamt mit PCIe 3.0 x4 Interface ausgestattet. Die Garantiezeit beträgt 5 Jahre.

Plextor verwendet für die M9Pe den Marvel 88SS1093 Controller. Ein 8-Kanal Controller, der zwar schon etwas älter ist und aus dem Jahr 2015 stammt, dessen Firmware aber von den verschiedenen Partnern deutlich angepasst ist, weshalb SSDs mit dem gleichen Controller über die Zeit durchaus sehr deutliche Unterschiede in der Performance aufweisen können. Der verwendete NAND-Speicher stammt von Toshiba und wird derzeit auf vielen SSDs genutzt. Eingesetzt wird hier die neuste Version von Toshibas BiCS3 3D-TLC-NAND. Plextor setzt diesen auf der M9Pe erstmals ein

Die SSD besitzt einen DRAM-Cache von 512 MB bei den 256 GB und 512 GB Versionen sowie 1024 MB beim 1024 GB Modell. Zur Beschleunigung der Schreibgeschwindigkeit nutzt Plextor zusätzlich einen SLC-Cache, der hier kurz "Plexnitro" genannt wird. Dieser Speicher ist je nach Modell zwischen 3,74 GB und 14,94 GB groß und beschleunigt die Schreibperformance deutlich.

Bei der Performance gibt Plextor dementsprechend hohe Werte an. Je nach Version sollen über 3000 MB/s beim Lesen und bis zu 2100 MB/s beim Schreiben erreicht werden. Hierbei Handelt es sich allerdings um Maximalwerte, die unter dem Einfluss des SLC-Cache entstehen. Wie die SSD in der Praxis abschneidet, das werden wir uns auf den nächsten Seiten in etlichen Benchmarks genauer anschauen.

Die Plextor M9Pe ist eine der wenigen SSDs, die direkt mit einem Kühler ausgerüstet ist und dieser ist auch notwendig. Wie fast alle Hochleistungs-SSDs wird auch die M9Pe nämlich sehr warm, wenn sie entsprechend gefordert wird. Die SSD wird nach unseren Messungen maximal etwa 78 Grad war. Danach beginnt das Modell zu throtteln um sich vor Überhitzung zu schützen. Sobald die Temperatur wieder bei etwa 73 Grad angekommen ist, rennt die M9Pe wieder mit voller Geschwindigkeit. Der verbaute Kühler reicht leider nicht aus um die SSD auf dieser Temperatur zu halten, dazu ist eine weitere Kühlung im Luftzug nötig.


(Temperatur unter Belastung beim offenen System / Zimmertemperatur)

 Testplattform

  • Testkandidat: Plextor MP9eG mit 512 GB
  • Intel Core i7 8700K
  • SATA III Controller des Z370 Chipset
  • M.2 / PCI-Express 4x Anbindung
  • OCZ Revodrive 350 (Systemplatte)

Betriebssystem & Benchmarks

  • Windows 10
  • HDTune Pro
  • PCMark 7 und PCMark 8
  • Passmark Advanced Disk Test
  • ATTO
  • AS SSD
  • CrystalDiskMark
  • Intel IO-Meter


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