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AMD Trinity: Northern Islands Radeon Grafik

Die Grafikeinheit der Trinity-APUs entspricht prinzipiell der "Northern Islands" Architektur und wurde an einigen Stellen für den Einsatz in APUs modifiziert. Dem VLIW5-Design der "Llano"-APUs folgt also das VLIW4-Design, das bereits von den größeren diskreten Grafikkartenmodellen der Radeon HD 6000-Serie bekannt ist.

Damit einher gehen im Vergleich zu "Llano" wiederum Effizienzsteigerungen: Die Leistung pro Milimeter steigt, für eine vergleichbare Leistung benötigt die Grafikeinheit in "Trinity" weniger Platz oder bietet für den selben Platz eben mehr Leistung. Zudem kann die Leistung gleichmäßiger abgerufen werden: Die einzelnen Stream Prozessing Units (vier Stück pro Thread Prozessor, daher VLIW4) sind jeweils technisch gleichwertig. Bei "Llano" kamen noch fünf Stream Processing Units zum Einsatz, darunter ein so genanntes "T-Unit" für spezielle Funktionen.

Mit dem Wechsel von VLIW5 zu VLIW4 lassen sich also Aufgaben - im Zusammenspiel mit der neuen Unified Northbidge vor allem Compute-Instruktionen - gleichmäßiger und somit effizienter über die vorhandenen Stream-Prozessoren verteilen. Das erleichtert die Zuweisung der Aufgaben und vereinfacht letztlich auch die Programmierung von Software und/oder Treibern.

AMD Trinity Graphics

Auch auf die Grafikleistung wirkt sich die Verwendung der Northern Islands Architektur positiv aus. Zu nennen ist hierbei speziell die Tessellation-Leistung, aber auch bei der Performance insgesamt setzt sich "Trinity" in Sachen Grafik deutlich vor "Llano", wie unsere Benchmarks zeigen.

AMDs Grafiklösungen bestehen aber seit langem auch aus Funktionseinheiten, die einzig und alleine einem ganz bestimmten Zweck dienen. Für die "Trinity"-APUs ruft AMD den HD Media Accelerator in Leben. Dieser besteht einerseits aus dem Unified Video Decoder (UVD), der bei "Trinity" genauso wie bei "Llano" in der dritten Generation implementiert ist. Er ist dafür zuständig, Video-Codecs wie VC-1, H.264, MPEG-2, MVC oder MPEG-4 (etwa DivX oder Xvid) zu dekodieren und dabei die CPU - oder bei Trinity die "Piledriver"-Module - von der Arbeit zu entlasten, um Energie zu sparen.

AMD Trinity VCE

Andererseits beherbergt der HD Media Accelerator in "Trinity" auch die Video Codec Engine (VCE) - in diesem Zusammenhang von AMD auch Accelerated Video Converter genannt -, die erstmals in der GCN-Architektur (Nachfolger von Northern Islands) eingesetzt wurde. Mit der VCE sollen bearbeitete Videos besonders schnell im H.264-Format encodiert und gespeichert werden können - damit stellt die VCE einen direkten Konkurrenten zu Intels Quick-Sync Technologie dar. Ein entsprechender Test unsererseits mit der Videobearbeitungssoftware vReveal 3.2 konnte zwar zeigen, dass damit wirklich ein Geschwindigkeitsvorteil zu erzielen ist. Allerdings erwies sich das funktionelle Zusammenspiel zwischen Hard- und Software als sehr wählerisch, was das Quallmaterial angeht - manche unserer Videos wollte vReveal unter Angabe einer recht kryptischen Fehlermeldung einfach nicht encodieren.

Nicht zuletzt rüstet AMD auch weiter auf, wenn es um die Bestückung mit Monitoren geht. Die Trinity-APUs selbst können (natürlich abhängig von der Mainboard-Ausgestaltung) bis zu drei digitale Displays per DVI, HDMI oder Display Port ansteuern und auch in einem Eyefinity-Setup als Verbund ansteuern. Hinzu kommt über den AMD A85X Fusion Controller Hub (FCH) ein D-Sub-Anschluss, was die maximale Anzahl an Monitoren auf vier Stück steigen lässt.



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