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Corsair HS60 HAPTIC - Headset mit mächtig Wumms (2/4)

Headset und Treiber/Software

Mit dem HS60 Haptic erfindet Corsair das Rad nicht neu und nutzt das gleiche Basisdesigm, dass schon beim HS60 und HS70 zum Einsatz gekommen ist. Die ovalen Ohrmuscheln und runden Metallbügel finden sich in ähnlicher Form bei sehr vielen Headsets auch anderer Hersteller. Die Lösung hat sich als sehr praktikabel und vor allem robust erweiesen. Optisch sticht das Headset natürilch duech die in Camoflage eingefärbten Abdeckungen und das Kopfband mit weiß abgesteppten Nähte deutlich von anderen Modellen absetzen.

Die Maße betragen 161 mm (L) x 99 mm (W) x  207 m (H). Die Ohrpolster/Ohrmuscheln sind etwa 10 cm hoch und 9 cm breit. Der Innendurchmesser der Polster beträgt 6.6 x 5. Die Ovalen Polster bieten damit genug Platz und sind deutlich größer als sie beim Anblick des Headsets erscheinen. Selbst mit größeren Ohren wird man hier eine volle Umschließung der Ohren erreichen.

Zwei 50 mm Neodymium Treiber befeuern das Headset, vermutlich die gleichen Treiber, die auch schon im HS70 Eingesetzt wurden. Wie üblich werden diese aber noch auf dein im Kopfhörer eingebauten Verstärker abgestimmt, so dass es hier immer noch Unterschiede im Klang gibt.

Wie beim HS60/70 lassen sich die Ohrmuscheln des HS60 Haptic nur leicht seitlich drehen um sich der Kopfform anzupassen. Ein Punkt der die Ergonomie etwas einschränkt. Auch die vertikale Beweiglichkeit ist eher gering. Die Druckverteilung hängt also quasi ausschließlich vom Ohrpolster ab.

Wieder ist der Kopfbügel des Headsets aus Metall und dementsprechend hart.  Beide Seiten des Kopfbügels können in acht Stufen ausgezogen werden, wobei der Kopfbügel dann auf jeder Seite um 2,5 cm verlängert wird.

Das Kopfpolster ist mit abgestepptem Leder überzogen und angenehm weich, bei längerem Tragen kann die eher rutschhemmende Oberfläche aber doch auf dem Kopf zu reizungen führen. Weiche gleitende Bezügen aus Mikrofaser wie beim Corsair Void ziehen wir hier definitiv vor.

Mit etwa 420 Gramm ist das HS60 Haptic deutlich schwerer als übliche Modelle. Selbst das HS70 komm auf nur 330 Grammf. Vergleich man es zum Beispiel mit kabelgebundenen Modellen wie dem Beyerdynamic MMX100 mit 322 Gramm oder dem bekannten Sennheiser PC 360 mit 290g, so merkt man das die Haptic-Technologie dem Headset etwa 100 Gramm an Mehrgewicht verpasst.

Vom Aufbau her zeigen sich erneut die Ohrpolster als eines der ergonomischen Highlights am HS60. Wie schon beim HS70 sind diese äußers weich aber dennoch irgendwie "stabil". Corsair nutzt hier einen speziellen Memory-Schaum im diesen Effekt zu erreichen. Dank etwa 1.9 cm Höhe kommt es auch nicht zum Kontakt zwischen Ohr und Kofphörer, es sei denn man hat deutlich abstehende Ohren oder presst das Headset stark an. Probetragen ist die einzige Option hier auf nummer sicher zu gehen.

Beim Mikrofon  hat sich ebenfalls nichts geändert. Es ist komplett abnehmbar und wird einfach mittels Klinkenstecker in die linke Ohrmuschel gesteckt. Diese Lösung ermöglicht es so, das Headset auch als einfachen Kopfhörer zu nutzen, sollte man das Mikro nicht brauchen.

An dem sehr flexiblen dünnen Schwanenhals verbaut Corsair ein unidirektionales Mikro mit Noise-Canceling und einer Impedanz von 2.0KOhm bei einem Frequenzgang von 100Hz bis 10 KHz. Die Sensitivität beträgt -40 dB.

Die Positionierbarkeit des Mikrofons ist dank des flexiblen Schwanenhals exzellent, so dass man es quasi in jede beliebige Position bringen kann. In der Beziehung ist das  Modell also vielen Headsets mit eher starrem Mikrofonarm überlegen. Gerade wenn man durch die Nase ausatmet kommt es dort oft zu Windgeräuschen, weil sich das Mikrofon im Luftzug  befindet. 

Auch das HS60 Haptic ist wieder mit einer Sidetone-Funktion ausgestattet. Das bedeutet, dass der vom Mikrofon aufgenommen Ton über die Kopfhörer direkt wiedergegeben werden kann. Diese Funktion gibt es bei einigen Funkheadsets, allerdings ist sie oft standardmäßig aktiviert. Beim HS60 Haptic kann man diese nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch noch den Level definieren, in wie weit das Signal vom Mikrofon eingemischt werden soll.

Sidetone erlaubt einem seine eigenen Stimme über die Kopfhörer zu hören, was unter Umständen gerade beim Teamplay im E-Sport recht hilfreich sein kann. So wird nämlich verhindert dass man ständig schreit, weil man seine eigene Stimme aufgrund von hoher Umgebungslaustärke oder lautem Ton auf den Kopfhörern nicht hört.

Am Kofphörer selbst kann über ein Drehrad die Laustärke geregelt werden, wobei es sich um eine digitale Reglung handelt, die auch am PC die Laustärke verändert. Der Regler dreht pro Raststufe 2 Prozentpunkte in der Laustärke hoch, was dazu führt, dass die Erhöhung der Laustärke von von 50 auf 100% zu einer echten Drehorgie führt und man die Laustärke lieber gleich am PC verstellt, wenn es nicht um die Feinjustierung geht. Über einen Drucktaster kann zudem das Mikrofon stumm geschaltet werden.

Auf der anderen Seite gibt es dann noch einen weiteren Drehrehgler, der für das Haptische Feedback zustöndig ist. Heir kann eingestellt werden wie stark das Feedback ausfallen soll. Stellt man den Regler ganz herunter ist das Feedback aus, was auch dadurch zu erkennen ist, dass die kleine LED unter dem Regler dann ausgeht. Der Regler bezieht sich außschließlich auf die Stärke des haptischen Feedbacks und hat keinen Einfluss auf den vom Treiber abgegebenen Ton/Bass. Der Regler bestimmt einzig die Stärke des "Rüttelns" am Headset. Die Einstellungen können auch nur über den Regler und nicht durch die Software vorgenommen werden.

Software

Das Corsair HS60 kann problemlos ohne Software genutzt werden. Will man die erweiterten Funktionen wie die Einstellungen von Mike-Feedback oder den Equalizer nutzen, so muss mal allerdings wie üblich auf die bekannte Corsair iCUE-Software zurückgreifen. Die Haptic-Funktion lässt sich allerdings über dier Software nicht steuern.

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