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Corsair Glaive RGB PRO im Test

Gaming „like a pro“

Hat TweakPC gerade einen Flashback-Tag oder befinden wir uns mittels Zeitreise wieder im Jahr 2017? Mitnichten! Während die ursprüngliche Glaive RGB im Jahr 2017 debütierte, schauen wir uns nun mit der Glaive RGB Pro deren Nachfolger an. Doch wird mit der Glaive RGP Pro jeder Spieler automatisch zum Profi bzw. worin liegen die Unterschiede zwischen der Glaive RGB Pro und ihrer Vorgängerin? Das werden wir uns im Test natürlich anschauen, indem wir die Technik beider Mäuse gegenüberstellen, um herauszufinden, wie Corsair die Glaive in den letzten 2 Jahren weiterentwickelt hat, damit sie sich den Namenszusatz „Pro“ verdient hat.

Außerdem haben wir uns im Rahmen Corsairs „Unplug and Play“-Kampagne mit der Ironclaw RGB Wireless zuletzt einen kabellosen Vertreter aus dem Highend-Bereich angesehen. Heute schauen wir uns mit der Glaive RGB Pro einen kabelgebundenen Vertreter aus demselben Preisbereich und dem folgend mit identischem Highend-Anspruch an. Doch wozu eine kabelgebundene Maus kaufen, wenn das kabellose Modell aus demselben Preisbereich in Hinblick auf die Eingabelatenz keine Nachteile mehr hat? Nun, auch dieser Frage werden wir im nachfolgenden Test natürlich widmen.

Bevor wir auf die technischen Daten im Fließtext eingehen und sie mit der Vorgängerin bzw. der kabellosen Konkurrentin vergleichen, zunächst die technischen Daten der Corsair Glaive RGB Pro in Tabellenform, wie man sie auch auf Corsairs Homepage findet:

  • Programmierbare Taste: 7
  • DPI: 100-18.000 DPI
  • Sensor: PMW3391 optischer Sensor
  • Mausbeleuchtung: 3 Zonen RGB
  • On Board Memory: Yes
  • On-board Memory Profile: 1
  • Maustaster und Haltbarkeit: Omron-Taster mit 50 MIo. L/R Clicks
  • Connectivity: Wired
  • Mausgriff: Palm
  • Gewicht: 115g (ohne Kabel und Accessoires)
  • iCUE Software: ja
  • Kable: 1,8m, stoffummantelt
  • Pollingrate: wählbar 1000Hz/500Hz/250Hz/125Hz
  • Garantie: Zwei Jahre
  • Webseite: www.corsair.com

Was bedeuten diese nackten Zahlen nun in der Praxis, wenn man die Tastatur aus ihrer Packung holt? Schauen wir es uns genauer an und ziehen, wo es angebracht ist, die in der Einleitung erwähnten Quervergleiche.

Apropos aus der Verpackung holen. Zunächst ein paar Worte zum Lieferumfang der Maus. In der Verpackung der Glaive RGB Pro findet sich neben der Maus, deren Form eindeutig für Rechtshänder und den Palm-Griff optimiert ist, das obligatorische Papierwerk (Kurzanleitung und Garantieheftchen) sowie 2 alternative Daumenauflagen, um die Maus den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Zusatzgewichte, um auch das Gewicht anpassen zu können, zählen hingegen nicht zu den Features der Maus und damit auch nicht zum Lieferumfang. Die austauschbare Daumenablage stellt in Hinblick auf die Ergonomie den größten Unterschied zur Ironclaw Wireless dar, da diese auf ein solches Feature verzichten muss. Der Gamer muss hier also entscheiden, ob eine kabellose Eingabe oder eine bequeme bzw. anpassbare Daumenablage den größeren Vorteil hinsichtlich der Ergonomie bietet. Die standardmäßige Daumenablage der Glaive RGB Pro ist im Vergleich zur Vorgängerin dabei nun ebenfalls texturiert und bietet so einen besseren Halt.

Widmen wir uns nun dem Innenleben der Maus und beginnen hier mit dem Herzstück. Die Glaive RGB Pro setzt beim Sensor mit dem PixArt PMW 3391 genau auf denselben Sensor wie wir ihn bereits in der Ironclaw RGB Wireless getestet haben und welcher in 1 DPI Schritten von 100 bis 18.000 DPI konfiguriert werden kann. Der Vorgänger der Glaive RGB Pro setzte hier noch auf einen PixArt PMW 3367, dessen maximale Abtastrate „nur“ 16.000 DPI betrug. Ebenfalls unter der Haube sitzen wie bereits bei der Vorgängerin und bei der kabellosen Konkurrentin aus dem eigenen Hause die hochwertigen Omrom-Schalter, welche für 50 Millionen Klicks spezifiziert sind, sowie ein Onboard-Speicher. Während die Ironclaw RGB Wireless hier allerdings 3 Profile abseits der iCUE-Software speichern kann, kann die Glaive RGB Pro lediglich ein Profil speichern.

Entsprechend der Optimierung für den Palm-Griff ist die Glaive RGB Pro eine relativ große Maus mit Maßen von 125 x 69 x 46 Millimetern, wobei insbesondere die Breite durch die verschiedenen Daumenablagen natürlich variabel ist. Die Außenmaße sowie die komplette Form der Glaive RGB Pro sind damit zu ihrer Vorgängerin identisch. Die Maus liegt dabei auch bei längeren Gamingsessions bequem in der Hand, sodass die Handinnenfläche auch nicht übermäßig zu schwitzen neigt. Insbesondere die hochwertige glatte Oberschale und die texturierten Seiten für Daumen und kleinem Finger sind hier auch positiv hervorzuheben. Die gleichmäßigen und sehr geringen Spaltmaße tun hier ein Übriges, dass die Maus sehr gut in der Hand liegt.

Die Glaive RGB Pro besitzt 7 frei konfigurierbare Maustasten und damit eine mehr als die Vorgängerin, da sich hinter dem Mausrad nun 2 statt einer Taste befinden. Standardmäßig sind diese beiden Tasten mit DPI erhöhen bzw. DPI vermindern vorbelegt. Allerdings ist die hintere der beiden Tasten soweit hinten gelegen, dass sie insbesondere in einem hektischen Shooter wegen des notwenigen Umgreifens praktisch nicht nutzbar ist.

Das Mausrad dient zeitgleich auch als mittlerer Mausklick und ist durch die gute Texturierung eigentlich sehr präzise nutzbar. Allerdings wäre eine etwas knackigere Rasterung des Mausrades wünschenswert, damit man das Rad nicht versehentlich zu weit dreht und damit plötzlich ingame bei FPS nicht die falsche Waffe in der Hand hält. Da Corsair die Glaive RGP Pro die Maus auch für FPS bewirbt, wäre hier noch Verbesserungspotential.

Die beiden Daumentasten sind standardmäßig mit vorwärts und rückwärts belegt und sehr gut erreichbar, sodass es hier nichts zu bemängeln gibt.

Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die Gleiteigenschaften der Maus auf verschiedenen Stoffmauspads sowie dem Roccat Hiro mit vulkanisierter 3D Silikon-Oberflächenstruktur. Mauseingaben wurden zu jederzeit präzise umgesetzt und der Haftreibungswiderstand bei erstmaliger Bewegung oder bei Richtungswechseln ist angenehm gering. Der Kraftaufwand bei Mausbewegungen ist damit angenehm linear, was unter anderem der Präzision der Eingaben zuträglich ist. Hierbei helfen auch die großen Gleitoberflächen auf der Unterseite.

Abschließend ein Wort zu Beleuchtung der Corsair Glaive RGP Pro. Die Maus setzt wie ihre Vorgängerin insgesamt auf 3 Beleuchtungszonen, die zudem identisch ausfallen: Zum einen wären hier die beiden Seitenstreifen, dann das Corsair-Logo und abschließend die „Frontscheinwerfer“. Zudem besitzt die Glaive Pro RGB 5 LEDs zur Anzeige der der gewählten DPI-Stufe. Diese lassen sich zwar ebenfalls farblich anpassen, jedoch nicht mit der restlichen Beleuchtung synchronisieren.

Inhaltsverzeichnis:
[3] Fazit


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