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Nvidia GeForce GTX 950 im Test (3/15)

EVGA GeForce GTX 950 SSC

Mit der GeForce GTX 950 SSC ist unser zweiter Vertreter der GTX 950 aus dem Hause EVGA. EVGA zeichnet sich neben der Hardware auch durch seine Umfangreichen Service-Angebote aus, die auch für die GTX 950 wieder zum Tragen kommen.

Zudem bietet man auch gleich vier verschiedene Versionen der GTX 950 zum Launch an, die GTX 950 SC, SC+, SCC und FTW. Die Modelle unterscheiden sich in der Anzahl der Lüfter und in den Taktraten, Stromversorgung und Backplate. Die genauen unterschiede in der Ausstattung können der folgenden Tabelle entnommen werden.  Für unseren Test haben wir das SCC Modell herangezogen, also die zweitgrößte Karte aus dem Programm.

Die EVGA GeForce GTX 950 SCC besitzt einen eher schlich gestalteten Dual-Fan Lüfter, der komplett in grau/schwarz gehalten ist. EVGA setzt also eher auf ein klassisches weniger auffälliges Design. Die Karte ist 622 Gramm schwer und 25,6 cm Lang, also etwas kompakter als die MSI Karte.

Die SSC-Version der GeForce GTX 950 von EVGA ist auf der Rückseite nackt und unterscheidet sich damit zusätzlich von der FTW-Version. Die gute Nachricht, wer später unbedingt eine Backplate für seine Karte haben will, der kann diese für 19,90 ? bei EVGA erwerben und selber auf die Karte montieren. Da die Backplate quasi ausschließlich optische Aspekte in sich verbirgt, ist das wohl eher eine Option für den EVGA-Fan, aber dennoch zeigt es die starke Kundenorientierung und Service-Bereitschaft von EVGA, sich mit solchen optionalen Angeboten zu befassen.

Die zwei Lüfter, die in der MSI Karte verbaut sind bringen es auf 8,5 cm Durchmesser. Auch bei EVGA werden diese Lüfter auf den verschiedensten Modellen eingesetzt und unter mit dem Kühler unter der Bezeichnung ACX 2.0+ Cooling geführt. Die Lüfter sind mit Doppel-Kugellager und 3-Phasen Motor klar auf Haltbarkeit optimiert und weniger darauf die ultimativ leise Laufeigenschaften zu bieten. Da auch die EVGA Karte semi-passiv arbeitet, spielen Laufgeräusche bei niedrigen Drehzahlen hier auch eine untergeordnete Rolle.


Die minimal einstellbare Lüfterdrehzahl bei der EVGA Karte liegt mit etwa 800 UPM deutlich höher als bei MSI. Aber dafür bietet die SSC so wie auch die FTW Version der Karte ein nettes anderes Feature. Die Karte ist mit einem Dual-Bios mit zwei verschiedenen BIOS-Versionen ausgerüstet.

Das standard BIOS arbeitet bei der Lüftersteuerung semi-passiv, wärend das zweite Backup-BIOS so eingestellt ist, das der Lüfter immer läuft und deutlich aggressiver zur Sache geht. BIOS A ist also auf Laustärke und BIOS B auf Kühlleistung optimiert. Das ist besonders Praktisch wenn man die Karte überakten will, denn beim semi-passiven Profil, kann es gelegentlich dazu kommen, dass die Temperatur der Karte hoch schießt und bevor der Lüfter anläuft die Karte schon aufgrund unzureichender Kühlung abgestürzt ist.

EVGA setzt bei seinem Kühler der GTX 950 auf eine schöne Konstruktion aus Kupferbodenplatte und drei Kupfer Heatpipes. Um es hier noch einmal klar zu machen. Diese Lösung ist den oft von anderen Herstellern angepriesenen "Direkt Touch" überlegen. Direkt-Touch bietet keine Verbesserung der Kühlleistung, sondern ist in den meisten Fällen lediglich ein Marketing Trick, um die Kosten für die Bodenplatte zu sparen.

Das dieGeForce GTX 950 SSC gern auch die Overclocker überzeugen möchte, erkennt man schon daran, dass EVGA dieser Karte einen 8-Pol PCIe Anschluss spendiert, obwohl die TDP der Karte das nicht erfordert. Der 8-Pol-Anschluss ist dabei dann auch Pflicht. Wer nur einen 6-Pol-Stecker in die Karte steckt bekommt, das mit einer Meldung quittiert und die Karte startet nicht. Lobenswerterweise legt EVGA deshalb auch direkt einen 2x 6-Pol auf 8-Pol Adapterkabel dabei. Ein 6-Pol auf 8 Pol Adapter wird hier aber vermutlich auch reichen.

Auch bei der GTX 950 Version von EVGA finden wir den SLI-Anschluss für den SLI-Modus Grafikkarten. Wer also später seine Performance verbessern will, kann das durch eine weiter Karte gleichen Typs sehr einfach tun.

In Sachen Monitoranschlüsse gibt es bei EVGA exakt die gleiche Kost wie bei MSI. Das heißt  3 Display-Port-Anschlüsse von denen jeder mit 4K@60 betrieben werden kann. Dazu einen Dual-Link DVI-Anschluss und einen HDMI 2.0 Anschluss.

Die EVGA Karte besitzt ein spezielles Slotblech, das besonders große und viele Öffnungen aufweist. Eigentlich ist das eine gute Idee, nur leider bei der GTX 950 recht sinnlos. Da die Kühler-Lamellen der Karte vertikal laufen und nicht horizontal wird so kaum Luft über das Slotblech abgegeben, da die Lamellen die Luft zum großen Teil in die falsche Richtung ablenken.



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