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Nvidia GeForce GTX 950 im Test (15/15)

Fazit

Mit der GeForce GTX 950 rundet Nvidia sein Programm der 900-Serie weiter nach unten ab und geht damit auf die Gruppe der Gamer mit kleinerem Geldbeutel zu. Kleiner Geldbeutel bedeutet aber lange noch nicht niedrige Ansprüche! Gerade im Bereich der MOBA-Games, die derzeit ungemein populär sind, sind die Ansprüche nämlich eher Hoch. Nicht unbedingt was die Grafikqualität angeht, aber dafür umso mehr in Sachen Lag und konstante einwandfreie Darstellung auf dem Bildschirm.

Das Nvidia die GTX 950 besonders als Karte für genau diese Gruppe von Spielern ankündigt hat seinen Grund. Die drei Top Moba Games LOL, DOTA 2 und HOTS, sind grafisch nicht so wirklich anspruchsvoll. Wie wir gesehen haben, kann eine GTX 950 diese Spiele bei Full HD mit im Schnitt gut 100 FPS auf den Bildschirm zaubern. Lagfreies Gameplay in MOBA-Games in bester 1080P Qualität ist also für die Karte kein Problem. Sogar in 4K reicht hier die Performance der Karte zumindest für LOL und DOTA 2 aus.

Noch besser wird das ganze im Zusammenspiel mit einem guten 120/144 HZ Monitor mit G-Sync, denn dann verschwindet sogar das gerade in Moba-Games störende Tearing komplett und man bekommt ein einwandfreies Butterweiches Bild mit hervorragenden Respone-Werten.

Abseits der MOBA-Games liefert die GTX 950 in 1080p eine Solide Performance, die meisten Spiele liegen hier so um die 50-60 FPS. Richtig kack harte Games treiben die Karte aber auch gerne auf den 30er Level herunter. Bei 1440p sind viele Spiele ebenfalls noch gut spielbar, eben so bei 1080p mit einfachen Antialiasing-Stufen. Die 4K Auflösung ist für die GTX 950 dann aber in den meisten neuren Titeln dann aber Schluss.

Die GTX950 liegt in ihrer Performance ein gutes Stück hinter der GTX960. In 1080p arbeitet die GTX960 gut 20 Prozent schneller als die GTX 950. Wenn man sich im Bereich um 30-40 FPS bewegt, kann das tatsächlich den Unterschied zwischen ruckelig und OK ausmachen.

Schielt man auf die AMD Seite herüber, so positioniert sich die Karte in 1080p ziemlich exakt auf dem Level einer Radeon R9 270X. Die R9 270X gewinnt dank 4 GB Speicher aber an fahrt, wenn man Antialiasing zuschaltet oder die Auflösung erhöht. Richtige Vorteile hat man da durch aber nicht, so dass die Karten in Sachen Performance durchaus gleichwertig sind. Die Radeon R7 370 schlägt die neue Nvidia Karte klar.

Bei einer TDP von schlappen 90 Watt ist der Stromverbrauch der Karte wie zu erwarten gering. Bei einem gesamten System kommt man mit der Karte gut mit einem Verbrauch von 150 bis 170 Watt aus. Das sind natürlich Traumwerte für Dauerzocker, die den PC den ganzen Tag laufen haben.

Und was die Laustärke angeht, da muss man sich mit den beiden von uns getesteten Karten wirklich keine sorgen machen. Die MSI GeForce GTX 950 Gaming arbeitet hier zwar noch einmal leiser als die EVGA GeForce GTX 950 SSC, aber das auf insgesamt so leisem Level, das der Unterschied im normalen Betrieb sehr gering ist.

Die MSI Karte überzeugt neben dem hervorragenden und quasi unhörbaren Kühler mit einer wirklich guten Lüftersteuerung und durch ihr aggressiv sportliches Design. Die Karte sieht in Kombination mit MSI Mainboards schon wirklich schick aus. Die Verarbeitung ist insgesamt top. Dazu gibt es inzwischen ein umfangreiches Angebot an Tools von MSI, die auf die Mainboard und Grafikkarten abgestimmt sind und diese zudem auch im Zusammenspiel optimieren. Zusammen mit der Nvidia Software erhält man hier ein wirklich umfangreiches Paket.


(MSI GeForce GTX 950 Gaming auf dem MSI Z97 Gaming M5 Mainboard)

EVGA setzt bei seinem Modell auf eine hohe Taktrate. Man sieht auch in den Benchmarks, dass die Karte schneller arbeitet als das MSI Modell. Allerdings sind die Unterschiede auf derart geringem Level, das EVGA Karte im Schnitt auf einen Vorsprung von 2 % kommt, was bei 50 FPS also 1 FPS mehr ausmacht. brauchbar "mehr" Performance bekommt man also am Ende durch das Overclocking nicht. Dafür punktet die EVGA Karte bei uns aber mit dem schönen Dual-Bios, bei dem man zwischen aktiv und semi-passiv Modus umschalten kann und mit dem Service-Angebot von EVGA.  Dazu zählen 3 Jahre Garantie, die auf 5 oder sogar 10 Jahre erweitert werden kann, das Step-Up Programm, indem man innerhalb von 90 Tagen auf ein besseres Produkt wechseln kann und eine RMA Programm mit Vorabaustausch. Auch das man für die GTX 950 SCC nachträglich eine Backplate bestellen kann darf man EVGA in Sachen Kundendienst positiv anrechnen.

Ob die GeForce GTX 950 nun eine Empfehlung ist oder nicht, das hängt maßgeblich vom Preis ab, zu dem die Karte angeboten wird. Die UVP der MSI Karte liegt zum Start bei 179 Euro (Caseking), die der EVGA Karte bei 184,90 Euro (z.B. bei Caseking). Eine GeForce GTX 960 bekommt man in den günstigen Versionen bereits ab 190 bis 200 Euro ( Zum Beispiel die schicke schwarz/weiße Version der MSI GTX 960 OC). Das sind allerdings Straßenpreise. Wo dort genau die GTX 950 laden wird ist derzeit nicht einfach abzusehen. Für das gleiche Geld gibt es bei AMD die Radeon R7 370, die gegen die GTX 950 im direkten Vergleich schlechter da steht. Besser steht man bei AMD eher mit den älteren Karten R9 270X oder der R9 285, die sich allerdings im Abverkauf befinden.

Unter den neuen Modellen hat Nvidia damit derzeit klar die Nase vorn, zumal der Strassenpreis der GTX 950 eher unter der UVP liegen und sinken wird.

Obwohl die MSI Karte einen Tick leiser ist als die EVGA Version erhalten beide Karten von unsere unseren Silent Award, denn so leise konnte man bisher wirklich noch nie spielen wie mit den neuen GeForce GTX 950 Karten der beiden Hersteller Anbieter und das auch noch bei extrem niedrigen Stromverbrauch.


MSI GeForce GTX 950 Gaming

Vorteile:

  • Ausreichend Performance für 1080p bei vollen Details
  • ~100 FPS in MOBA-Games bei 1080p
  • Extrem leiser Kühler, kaum hörbar
  • Semi-passiv, daher keine Geräusche im Idle
  • Insgesamt geringer Energieverbrauch
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Schickes Design passend zu MSI Mainboards
  • Wenig bis kein Spulenfiepen

Nachteile:

  •  keine

EVGA GeForce GTX 950 SSC

Vorteile:

  • Ausreichend Performance für 1080p bei vollen Details
  • ~100 FPS in MOBA-Games bei 1080p
  • leiser Kühler
  • Semi passiv, daher keine Geräusche im Idle
  • Insgesamt geringer Energieverbrauch
  • Wenig bis kein Spulenfiepen
  • Dual BIOS, umschaltbar zwischen aktiv und semi-passiv
  • 8-Pol PCIe Adapter im Lieferumfang
  • RMA Vorab-Austausch
  • Optionale Backplate

Nachteile:

  • keine

22.2.14 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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