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Nvidia GeForce GTX 950 im Test (14/15)

GeForce Experience - Update mit neuen Features

Wer dachte GeForce Experience sei nach etlichen Updates mittlerweile ein "fertiges" Tool, der wird mit der GTX 950 eines besseren belehrt. Es ist durchaus erstaunlich wie viel Aufwand Nvidia mittlerweile in das ganze Software-Ecosystem rund um die GeForce Grafikkarten steckt.

Auch mit der GTX 950 gibt es wieder eine neue Version von GeForce Experience. Diese kommt allerdings ein wenig später als die Karte selbst und wird dann in einer Beta-Version mit massig neuen Features bereitgestellt. Wir hatte vorab schon einmal die Gelegenheit uns die neue Version anzusehen und die neuen Features zu begutachten.

Ziel von GeForce Experience bleibt es auch weiterhin unerfahrenen Nutzern unter die Arme zu greifen, die sich nicht durch die Unmengen an Grafikeinstellungen in den Spieleoptionen kämpfen möchten oder können. Der PC soll mit GeForce Experience zu Spielekonsole werden, wo sich der User um nichts mehr zu kümmern braucht und direkt los spielen kann.

Die Software analysiert automatisch die im System verbaute Hardware und scanned die Festplatte nach installieren Spielen. Über eine von Nvidia gepflegte Datenbank,  findet das Spiel dann die optimalen Settings für unterschiedlichste Hardwarekonfigurationen und kann so die unterstützen Games automatisch mit einem Klick auf die optimalen Einstellungen setzen. Der User braucht von all den Einstellungen und Fachbegriffen aus dem Nvidia Control-Panel keine Ahnung mehr zu haben und kann so trotzdem die optimale Grafikqualität aus seinem System herausholen.

Ein-Klick-Optimierung

Die Ein-Klick-Optimierung von Experience umfasst in der neuen Version nicht nur die typischen Einstellungen der Bildqualität, sondern betrachtet nun auch die Refresh-Rate, die Frame-Rate und die Latenz.

So wird nun auch die Refresh-Rate des Monitors mit in Betracht gezogen. Angenommen man benutzt einen 120 Hz Monitor, dann kann GeForce Experience die Spiele so einstellen, das diese auch von den 120 Hz des Bildschirms gebrauch machen und nicht mit 45 FPS vor sich hin dümpeln. Gerade wenn man wieder auf die Moba Games zurückkommt wo man minimale Latenzen wünscht, ist diese Option sehr nützlich.

Umgedreht wird GeForce Experience auch erkennen, wenn nur ein 60 Hz Monitor angeschlossen ist und es wenig Sinn macht, dann die Spiele mit 120 FPS und verminderten Details laufen zu lassen. Es wird also immer ein optimales verhältnis zwischen Bildqualität und Bildwiederholfrequenz der Hardware gesucht.

In diesem Zusammenhang kann GeForce Experience auch V-Sync On/Off Einstellungen anpassen, je nachdem welches Game und welchen Einsatzbereich man auswählt.

Eine weitere zusätzliche Einstellung sind die "Maximum Pre-Rendered Frames". Dies Einstellung wird nun von GeForce Experience ebenfalls automatisch vorgenommen. Sie kontrolliert die Anzahl der Frames die die CPU für die Verarbeitung in der GPU vorbereitet. Eine reduzierung dieser Frames erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit des PCs auf Eingaben und vermindert Input-Lag.

Optimiert für hohe FPS und niedrige Latenz

Speziell die Moba Games haben nun in GeForce Experience sogar zwei Einträge. Einmal den Standardeintrag wie er bisher auch schon vorhanden war und dazu noch einen weiteren, mit dem das Game auf hohe FPS und niedrige Latenz optimiert wird.

ShadowPlay - Mehr Funktionen und neues Interface

Brandneu am GeForce Experience ist zudem eine komplett neue Ingame-Oberfläche, die mit ALT+Z aufgerufen wird. Shadowplay kann nun also direkt aus Games heraus ausgerufen und von dort bedient werden. Das macht es natürlich erheblich leichter die Software zu nutzen. Die Aufnahme von Clips wird erleichtert und man sieht besser was gerade vor sich geht.

Damit man auch zum Abspielen von Videos nicht  mehr aus seinem Lieblingsgame heruastabben muss, kann man nun sogar die aufgenommenen Szene direkt im Overlay auch wieder abspielen, während im Hintergrund das Spiel einfach weiter läuft. Diese Option ist besonders nützlich wenn man eine bestimmte Szene aufnehmen will und sich das Ergebnis noch einmal direkt anschauen möchte.

Neben der reinen Aufnahme gibt es auch neue Streaming Funktionen. Das Streamen aus Games heraus wird nun mit Shadowplay noch einfach und wird zudem noch um weitere Funktionen bereichert.

Das interessanteste neue Feature ist allerdings das Coop Gameplay Streaming

Coop Gameplay mit Streaming

Wer schon immer gerne mal sein besonders gelungenes Gameplay kurz seinem Freund zeigen wollte, der kann das bald in GeForce Experience auch live tun! Die Software bekommt nämlich einen Live-Stream-Client. Damit kann das aktuelle Gameplay einfach an einen anderen PC gestreamed werden, der lediglich mit einem Plugin für den Chrome Browser bestückt werden muss.

Der streamende PC Von Spieler A schickt per E-Mail einfach eine Einladung an den Zuschauer B. Dieser kann sich dann mit seinem PC über den Browser live in das Gameplay von A einklinken und zuschauen was dieser so treibt. Das ganze funktioniert nicht nur in lokalen Netzten sondern auch über Internet. Natürlich wird dabei eine bestimmte Upload-Geschwindigkeit vorausgesetzt.

Das beste an der ganzen Sache ist aber das der Zuschauer B nicht nur passiv Zuschauen kann, sondern mit seinem PC auch aktiv bei Spieler A mitspielen kann. Spieler B kann zum Beispiel die Kontrolle übernehmen und so Spieler A bei einer sehr schweren Passage helfen, oder ihm zum Beispiel in einem MMO einen verstecken Schatz zeigen.

In Coop Games, die zu zweit spielbar sind kann Spieler B sogar über Gamepad oder auch Maus und Tastaur bei Spieler A mitspielen und das alles obwohl das Game lediglich auf dem PC von Spieler A läuft. Spieler B muss als weder das Spiel besitzen noch muss er einen leistungsfähigen PC haben. Es ist vollkommen ausreichend wenn der PC von Spieler B Videos flüssig abspielen kann.

Die neue Version von GeForce Experience wird kurz nach dem Launch der GeForce GTX 950 in einer Beta Version vorgestellt werden.



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