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AMD Ryzen 7 3700X und Ryzen 9 3900X mit X570-Mainboard im Test (7/8)

PCie 4.0 Performance Grafikkarte

Mit der neuen Ryzen 3 Plattform und dem X570 Chipsatz hat AMD als erster Hersteller den neuen PCie 4.0 Standard eingeführt, der den Datendurchsatz auf dem PCE-Bus verdoppelt. Damit wird die Übertragungsgeschwindigkeit mit der zum Beispiel Texturen in die Grafikkarte geladen werden können erheblich gesteigert. Mit zunehmend größerem Speicher bei den Grafikkarten und zunehmend höheren Auflösungen bei den Texturen, könnte sich PCIe 4.0 bald als also Vorteil erweisen. Aktuell funktioniert der PCIe 4.0 Modus natürlich nur mit der neuen Radeon RX 5700 Serie, denn die GeForce Karten unterstützen nur PCI 3.0. Für den Test der PCIe 4.0 Performance haben wir daher auf eine Radeon RX 5700 XT zurückgegriffen, die aus unserem Test der neuen Radeon RX 5700 Serie stammt.

3DMark PCIe Feature Test

Der neue PCIe-Test des 3DMark zielt darauf ab, die Bandbreite zum limitierenden Faktor für die Leistung der Grafikkarte zu machen. Dies geschieht durch das Hochladen einer großen Menge an Vertex- und Texturdaten auf die GPU für jeden einzelnen Frame. Das Ergebnis des Tests ist die durchschnittliche Bandbreite, die während des Tests erreicht wurde. Der Test zeigt dabei eine Art "Kornfeld" mit wehenden Halmen im Wind an um die Performance zu visualisieren.

Wie man in den Beispielen unten sehen kann zeigt die Radeon RX 5700 XT hier genau die doppelte Performance einer GeForce RTX 2070, die noch auf PCIe 3.0 läuft. Die Karte erreicht eine Performance von an die 25 GB/s während PCie 3.0 Karten auf etwa 13 GB/s kommen. Der Datendurchsatz hat sich damit also wirklich nahezu verdoppelt.

PCIe Express Bandwidth Performance


(3DMark PCIe-Benchmark der AMD Radeon RX 5700 XT mit PCIe 4.0)

PCie 4.0 Performance M.2 SSD

Während die gesteigerte Datenübertragung bei PCIe-Grafikkarten in der Praxis eher keine Performance-Vorteile bringt, sieht das natürlich bei Datenspeichern anders aus. Dank brandneuer PCIe-4.0-SSDs die auf den Markt kommen, kann die maximale Datenübertragung hier deutlich gesteigert werden.

Einer der ersten Hersteller der eine  PCIe-4.0-SSDs im Programm hat ist Corsair. Die neue Corsair MP600 steht uns bereits für einen Test zur Verfügung und wir haben diese natürlich auch kurz auf dem ASRock X570 Taichi gegen getestet. Der Kühler der SSD lässt sich übrigens leicht abnehmen, wenn diese unter einem vorhandenen Kühler am Mainboard untergebracht werden soll.

In ein paar schnellen Benchmarks zeigt die neue  PCIe-4.0-SSDs deutlich höhere Maximalwerte bei der Schreib und Leserate als die bisherigen PCIe SSDs. Bei Corsair war dies die Corsair MP510, die in der Spitze Transferraten von bis zu 3500 MB/s erreicht. Mit PCIe 4.0 steigt die Datenrate auf satte 5006 MB/s und ist damit deutlich schneller. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um den maximale Datendurchsatz, der auch nur sehr kurzfristig erreicht werden kann. Die SSD muss damit nicht in allen Bereichen schneller werden. Wir werden uns das in einem extra Test zur MP600 noch genauer anschauen.


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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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