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Gigabyte H370 Aorus Gaming 3 WiFi im Test - neuer Chipsatz für Coffee-Lake (2/8)

Die neuen 300er-Chipsätz von Intel

Mit den neuen Mainboards und H370-, B360- und H310-Chipsätzen erweitert Intel den Sockel LGA 1151 und die Coffee-Lake-CPUs um neue Modelle. Während Overclocker der CPUs mit "K"-Suffix weiterhin auf den Z370-Chipsatz setzen müssen um die vollen Funktionen der Overclocking-CPUs nutzen zu können, dürfen sich alle anderen Interessenten die neuen Chipsätze und Mainboards genauer anschauen.

An der eigentlichen Plattform wurden keine Änderungen vorgenommen. Der Sockel LGA 1151 mit den Chipsätzen der 300er-Serie unterstützen nur die neuesten Intel-CPUs der achten Core-i-Generation, auch wenn der Sockel mit älteren CPUs theoretisch Pin-Kompatibel ist.

Bei der Anzahl der Anschlüsse und bei den verwendeten Standards hat Intel mit den neuen 300er-Chipsätzen aber einige Neuerungen im Programm. Erstmals wandert der USB-3.1-Gen2-Standard nativ in den Chipsatz, so dass für die Bereitstellung von bis zu vier Ports keine Zusatzchips mehr nötig sind.  Dieser Schritt war lange hinfällig und wurde von Intel gefühlt eine Ewigkeit hinausgezogen.

Neu ist zudem die CNVi-Unterstützung die einen Slot für spezielle Intel-WLAN-Module anbietet. Der neue Anschluss ist im M.2-Format gehalten, es können in dem Slot allerdings keine M.2-Geräte verwendet werden.

Da es sich bei den neuvorgestellten Chipsätzen allerdings nicht um die High-End-Varianten handelt müssen im Vergleich zum Z370-Chipsatz auch einige Einschränkungen in Kauf genommen werden. Dazu gehört, dass die 16 PCI-Express-Lanes nicht aufgeteilt werden können und somit nur eine Grafikkarte optimal an das System angeschlossen werden kann. Neben den fehlenden Overclocking-Möglichkeiten fällt auch die Übertaktung des Arbeitsspeichers über 2666 MHz komplett weg. Die Nutzung der Intel-Optane-Technologie ist nur mit dem H310-Chipsatz nicht möglich, alle anderen Varianten unterstützen die Funktion.

Je nach verwendetem Chipsatz stehen zudem insgesamt weniger PCI-Express-3.0-Lanes zur Verfügung. Während der Z370-Chipsatz noch 24 Lanes bereithielt, muss der H370-Chipsatz mit 20 Lanes auskommen. Der B360-Chipsatz stellt selbst noch zwölf Lanes zur Verfügung und der H310-Chipsatz arbeitet mit sechs Lanes, welche auch nur dem PCIe-2.0-Standard entsprechen.

Ein RAID-Verbund kann ebenfalls in den Modi 0, 1, 5 und 10 nur mit Mainboards die den Z370- und H370-Chipsatz besitzen, mittels der Intel-RST-Software, aufgebaut werden.

Jeder Chipsatz kann bis zu sechs Festplatten oder SSDs über SATA-6-Gbps-Ports an das System anschließen. Einzig der H310-Chipsatz kann maximal vier SATA-6-Gbps-Ports zur Verfügung stellen.



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