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Razer Naga Epic - Wenn Geld keine Rolle spielt

Einleitung

Ein neuer Ansatz

Die Konkurrenz schläft nicht. Ein Umstand dessen sich Razer vollauf bewusst ist. Daher kann man es wiedermal nicht lassen und versucht auf dem ohnehin schon sehr hohen Turm professioneller Eingabegeräte noch eins drauf zu setzen. Die neueste Krönung, die dem PC-Anwender den Schweiß auf die Stirn und den Sabber aus dem Mund treibt, hört auf den Namen Razer Naga Epic. Sie stellt eine Kreuzung dar, zwischen einer regulären Razer Naga und einer Razer Mamba. Allein schon von der Idee her eine durchaus gelungende Mischung, doch werfen wir zuerst noch einen Blick auf die Umsetzung, bevor wir uns an ein Urteil wagen.

Von der Razer Naga hat die Naga Epic zweifelsfrei das Grundkonzept und das äußere Erscheinungsbild geerbt. Von der Mamba gibt es die schnurlose Anbindung mit auf dem Weg. Damit aber auch wirklich etwas Besonderes entsteht, gibt es im Sinne der Evolution auch noch eine Mutation, die in Form eines ganz neuen Feature auftritt. Hierbei handelt es sich um das modulare Gehäuse, bei dem drei verschiedene Aufsätze das Layout der Naga Epic grundlegend verändern bzw. den Wünschen des Anwenders anpassen.

Trotz zahlreicher Besonderheiten ist tatsächlich diese modulare Funktion das mit Abstand herausragendste Merkmal der Naga Epic. Dabei ist die zu Grunde liegende Idee garnicht mal so neu. Schon andere Hersteller haben sich an adaptiven Gehäusen versucht. Wie beispielsweise Lite-On mit einer Knet-Maus, bei der sich der Anwender selbst als Designer versuchen konnte. Oder auch Logitech mit seiner G9, welche mit zwei unterschiedlichen Gehäusen ausgeliefert wurde, um die Akzeptanz unter den Anwendern zu steigern. Ebenso ist auch Saitek zu nennen, die bei der Cyborg Mouse ein in der Größe verstellbares Gehäuse boten. Und sogar Razer selbst bot in Zusammenarbeit mit Microsoft die sogenannte Habu an, bei der ebenfalls ein Seitenteil auswechselbar war, wenngleich es dort nur um die Positions-Veränderung der Daumentaste ging.

Obwohl es also viele alternative Ansätze gab, bleibt Razers Vorgehen einzigartig. Denn wenngleich solche Ideen schon woanders gereift sind, bleibt der Ansatz ein komplett neuer. Bedenken muss man schließlich auch, dass die anderen Umsetzungen nur wenig bis gar keinen Anklang bei den Anwendern fanden. Teilweise war sogar von Fehlkonstruktionen die Rede, so dass viele Hersteller solche experimentellen Umsetzungen von vorn herein vermieden und sich lieber auf altbewährtes versteiften. Wie beispielsweise die Anzahl der Maus-Tasten zu erhöhen oder die Genauigkeit des Sensors zu steigern. Daher ist es gut zu sehen, dass nicht alle die Hoffnung aufgegeben haben und an der universellen Maus forschen, die endlich den Durchbruch bringen soll. Mal sehen ob es Razer ist, dem dies gelingt.

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