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MSI B360M Mortar Titanium (7/7)

Fazit

Das MSI B360M Mortar Titanium ist tatsächlich ein Mainboard der ganzen besonderen Sorte. Das auffällige Design und die gute Verarbeitung lassen sich direkt auf den ersten Blick erkennen und sind für ein Mainboard in der Kategorie der Einsteiger-Chipsätze eher selten. Dem Gesamtkonzept und vor allem den Kühlköpern des Mainboards können wir daher ein großes Lob aussprechen.

Das reduzierte Platzangebot durch den mATX-Standard fällt bedingt durch den B360-Chipsatz nicht weiter ins Gewicht. Das Mainboard ist weder für den Betrieb von mehreren Grafikkarten noch als Storage-Unterbau konzipiert. Das Mainboard richtet sich vornehmlich an Modder und Gamer, welche eher weniger Ansprüche in Sachen Ausstattung und Overclocking haben, dafür aber wert auf solide Verarbeitung und Leistung legen.

Ohne Kompromisse ist es natürlich schwer ein Mainboard wie das MSI B360M Mortar Titanium zu einem guten Preis anzubieten. Deshalb setzt MSI vermutlich bei der Soundlösung auf den etwas älteren ALC892-Codec und spendiert dem I/O-Panel keine USB-3.0-Anschlüsse, sondern lediglich zwei USB-3.1-und vier USB-2.0-Ports. Es wurde also durchaus etwas gespart, aber keinesfalls an Stellen, die störend ins Gewicht fallen.

Die Anbindung der M.2-Anschlüsse als Twin-Turbo-Slots mit jeweils vier PCIe-Lanes ist vorbildlich und für ein B360-Mainboard außergewöhnlich. Bedingt durch die wenigen zur Verfügung stehenden Lanes, müssen hier Einschränkungen wie die Deaktivierung des zwei PCIe-x16-Slots bei der Verwendung von beiden M.2-Ports hingenommen werden. Solche Einschränkungen nimmt man gerade bei einem mATX-Board aber gerne in Kauf, wenn man so zwei M.2-SSDs mit der vollen Geschwindigkeit fahren kann.

Insgesamt gehen die größten Einschränkungen des Mainboards vor allem auf den Chipsatzes selbst zurück. Dies gilt auch für die fehlenden Overclocking-Möglichkeiten und den maximalen RAM-Takt von 2.666 MHz. Bereits beim Erwerb eines Mainboards sollten jedem Anwender die Möglichkeiten der verschiedenen Chipsätze aber bekannt sein. In unserem Test des Gigabyte H370 Aorus Gaming 3 WiFi haben wir die unterschiedlichen 300er-Chipsätze für die Coffee-Lake-CPUs bereits genauer beleuchtet.

Das Modell ist auch in einer schwarzen Variante als MSI B360M Mortar verfügbar. Die aufwendige weiße Beschichtung der Titanium-Version schlägt sich in der UVP in 10 Euro nieder, die bei 109 und 119 Euro liegt.

Wer auf der Suche nach einem gut verarbeiten mATX-Mainboard in einem außergewöhnlichen Design mit guter Kühlung und toller Verarbeitung ist, wird bei dem MSI B360M Mortar Titanium definitiv fündig. Das Board ist ein toller Unterbau für User, die auf Overclocking verzichten können und empfiehlt sich insbesondere dann, wenn man in kompakten PCs zwei M.2 SSDs mit hoher Geschwindigkeit nutzen will.

Vorteile:

  • USB-3.1-Gen2 über den Chipsatz mit USB-Typ-A und USB-Typ-C-Anschluss
  • PCIe-x16- und RAM-Slots mit zusätzlicher Verstärkung
  • Zwei M.2-Ports mit vollen 32 Gbit/s
  • USB 3.1 Frontpanel-Anschluss
  • Verarbeitung und Kühlung

Nachteile:

  • Wahl der USB-Anschlüsse auf dem I/O-Panel (4x USB2)
  • Audiolösung mit älterem ALC892-Chip

03.04.18 / ar/rj



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