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Corsair Dominator Platinum RGB im Test (7/7)

Fazit

Mit den Corsair Vengeance RGB PRO hat Corsair bereits ordentlich vorgelegt was RGB-RAM-Module angeht. Was man nun aber mit den Corsair Dominator Platinum RGB raus haut, das liegt noch mal eine deutliche Stufe höher. Mit den Vengance hat Corsair quasi den Grundstein gelegt um die Dominator RGB-Module so gut zu machen wie sie geworden sind. Das Betrifft natürlich vor allem die Beleuchtung, Software und natürlich Verarbeitung der Module.

Wie eigentlich in jeder Dominator Generation fällt einem sofort die perfekte Verarbeitung  der Heatspreader auf, wenn man die Module in die Hand nimmt. Da wackelt nichts, alles sitzt stramm, man macht sich keine Sorgen, dass der Spreader wie bei vielen andere Modulen abfallen oder verrutschen könnte. Die Teile der Spreader sind natürlich verschraubt, wie sollte es anders sein. Und selbst die Verschraubung sieht noch gut aus und passt perfekt ins Design.

 Dazu kommt die Haptik, die dank der verwendeten Materialien, Eloxierung und Zinkdruckgusslegierung mit Mikroarc-Oxidation (was immer das auch genau sein soll) wirklich außergewöhnlich ist. Es klingt etwas verrückt, aber die Module fühlen sich wirklich toll an, so eine Legierung würden wir gerne auch auf den Corsair Tastaturen sehen!

Was die Beleuchtung angeht, sind die neuen Corsair Dominator Platinum RGB über jeden Zweifel erhaben. Gegenüber den Corsair Vengeance RGB PRO mit 10 LEDs legt Corsair hier noch einmal 2 drauf und kommt so auf insgesamt 12 LEDs, die alle einzeln gesteuert werden. Die Multi-Zone-RGB-Beleuchtung kann so Effekte abfeuern, die tatsächlich gerade aufgrund der Einteilung in Segmente auf den Modulen besonders gut wirken. So können die LEDs wie Regentropfen über die Module gleiten, die üblichen Regenbogen-Effekte abspielen und vieles mehr.  Das die Lichtleiste bei den Modulen nicht frei liegt, hat den Vorteil, dass so die Übergange zwischen den einzelnen LEDs eigentlich kaum auffallen und die Beleuchtung so insgesamt hochwertiger wirkt.

Der fast wesentlichste Faktor dabei ist die mittlerweile extrem ausgereifte Software von Corsair. Ohne eine gute Software ist die Beleuchtung solcher Module schnell ein Krampf.  Corsair hatte bei den ersten beleuchteten RAMs auch so seine Probleme mit die Software, aber davon ist nichts geblieben, die Software arbeitet so unkompliziert und zuverlässig, dass bei uns selbst Mainboardwechsel und andere Dinge die Beleuchtung nicht aus dem Takt bringen. Daran können sich andere Hersteller definitiv ein Vorbild nehmen.

Mit Taktraten von 3000 bis 3600 MHz und irren 4800 MHz beim teuersten und schnellsten Set sind die Dominator Module natürlich auf Enthusiasten ausgerichtet, die nicht nur auf den Preis schauen. Neben der gelungenen Optik und Performance hinterlassen die Dominator Platinum RGB in Sachen Overclocking ebenfalls einen guten Eindruck. 4000 MHz war bei unserem Set in etwa die Grenze wo die Module zickig wurden. 3800 bis 3900 MHz sollten also locker bei den meisten Usern drin sein. Im Quad-Channel-Betrieb etwas weniger.

Die sehr gute Kompatibilität mit extrem umfangreichem XMP-Profil kennen wir ja von Corsair bereits und finden diese auch beim Dominator Platinum RGB vor. Dass die extrem niedrigen Latenzen, die im XMP gespeichert werden nicht immer zu erreichen sind, kann man da verschmerzen.

Die neuen Dominators sind unter den RGB-RAMs aktuell sicherlich das Highlight schlechthin. Die Stärke von Corsair ergibt sich hier aus der Kombination der perfekten Verarbeitung, sehr ausgereiften Software, hoher Kompatibilität und natürlich der tollen Beleuchtung, die im Gegensatz zu vielen Modulen mit komplett offener Lichteste etwas dezenter, aber deshalb nicht weniger auffällig daher kommt.

In den einzelnen Punkten mag es Module geben, die mit den Dominator Platinum RGB von Corsair mithalten können. Betrachtet man aber das gesamte Paket, dann hat Corsair hier definitiv die Nase vorn. Der Dominator dürfte also auch weiterhin als "DER RAM" für Enthusiasten gelten. Und nun auch für solche, die es gerne bunt blinkend haben.

Vorteile:

  • Tolles schlichtes edles Design
  • Perfekte Verarbeitung in allen Bereichen
  • Sehr stabiler Heatspreder
  • Sehr gut inszenierte Multicolor-RGB-Beleuchtung (12 LEDs)
  • Gute farbtreue, auch bei weiß!
  • Software arbeitet sehr zuverlässig und ist einfach zu bedienen
  • Viele verschiedene Beleuchtungsmodi und Effekte
  • Einzel und Gruppensteuerung der Module
  • Beleuchtungsprofil bleibt nach Neustart erhalten
  • Extrem umfangreiches XMP-Profil / hohe Kompatibilität
  • OC-Potential bis etwa 3,9 in der Grenze bis 4 GHz

Nachteile:

  • Effektgeschwindigkeit nur in drei Stufen
  • Sehr hoch, 55 mm Modulhöhe

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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