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MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition - Schickes High-End-Mainboard im Test (2/7)

Layout und Boardtechnik

Das Design des Z170A XPower Gaming Titanium Edition hebt sich von allem ab, was MSI sonst an Mainboards mit Z170-Chipsatz zu bieten hat. Die Farbgebung mit schwarzen Elementen und weißem PCB erinnert zwar etwas an die KRAIT-Modelle, ist aber dennoch komplett anders. Das MSI Z170A Krait Gaming setzt auf einen schwarzes PCB und einige weiße Elemente, das Z170A XPower Gaming Titanium Edition ist insgesamt hingegen ist deutlich heller, setzt auf silberne Elementen und sein  ausgefallenes Blitz-Design.

 In unseren Augen ist das Mainboard ein wahrer Hingucker allerdings recht schwer mit anderen Komponenten optisch zu kombinieren. Bisher gibt es noch keine weiteren "Titanium" Komponenten von MSI. Es wurde jedoch bereits gemunkelt, das auch Grafikkarten als Titanium Edition erscheinen könnten.

Die Beschichtung des Boards, die auch die Rückseite betrifft, ist recht schlecht fotografisch einzufangen, da sie matt-silbrig-glitzernd ist. Je nach Blickrichtung und Beleuchtung kann sie daher von fast weiß bis hin zu metallic silber erscheinen.


Auch die Kühlkörper des Boards sind nicht nur silbern sondern besitzen einen metallic Look, der je nach Lichteinfall silbrig schimmert oder sehr hell und fast weißlich wirkt.

Nicht nur das PCB und die Kühlerer machen der Namensgebung des Mainboard alle ehre, auch für die Spulen verwendet MSI hier brandneue Titanium-Spulen. Nach Angaben von MSI verwenden Titanium-Spulen einen durchlässigen Ferritkern. Im Vergleich zu einer normalen Spule arbeiten sie bei einer um 35° niedrigeren Temperatur mit einer 30% höheren Strombelastbarkeit. Davon profitieren die Energieeffizienz und die Stabilität des Mainboards unter Übertaktungsbedingungen wesentlich.

Das Design der Kühlkörper um den Sockel LGA 1151 herum ist stark den anderen Gaming-Modellen von MSI nachempfunden. In etwas anderer Form und in anderer Farbgebung sind die Kühler bereits bei dem Z170A Gaming M5 von MSI zum Einsatz gekommen.

Für die gleich 16 zur Verfügung stehenden Spannungsphasen der CPU sind die Kühler ausreichend groß dimensioniert und sehr flach gehalten. MSI achtet aktuell gut darauf, dass die verbauten Bauteile mit den Kühlergrößen harmonisieren, sodass weder aktive Lüfter auf den Mainboards verbaut werden müssen, noch die Kühler zu viel Platz einnehmen und so den Einbau größerer CPU-Kühler verhindern. Direkt um den LGA-1151-Sockel herum stören keine Bauteile beim Einbau eines wuchtigen CPU-Kühlers.

Für den Standardbetrieb ist eine 16-CPU-Phasen Spannungsversorgung für einen Skylake-Prozessor schon deutlich überdimensioniert. Bereits 8 Phasen gelten als eine recht gute Lösung. Das Mainboard bietet damit mehr als genug Reserven für ein stabiles Overclocking auch wenn man sich in den Bereichen bewegt in denen mit LN2 gekühlt wird.

Die vier DDR4-RAM-Slots sind wie die meisten komplett in schwarz gehalten. Die Plattform mit Sockel LGA 1151 unterstützt maximal Dual-Channel-RAM womit immer zwei Slots zusammengeschaltet werden. Für die korrekte Bestückung der Module findet sich ein Aufruck auf dem Mainboard, so das eine Unterscheidung der Slots anhand von Farben nicht nötig ist.

Das Z170A XPower Gaming Titanium Edition fasst bis zu 64 Gigabyte DDR4-Speicher mit bis zu 3.600 MHz. MSI erlaubt damit eine deutliche Übertaktung der RAM-Module, da Intel offiziell nur DDR4-RAM mit bis zu 2.133 MHz spezifiziert.

Die von uns getesteten G.Skill Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz ließen sich ohne Probleme mit ihrem XMP-Profil starten und betreiben. Auch andere Module mit 3000 oder 2800 MHz ließen sich auf dem Board sofort problemlos betreiben.

Um alle 16-Phasen der Spannungsversorgung der CPU mit ausreichend Strom versorgen zu können, besitzt das MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition zwei PCIe-Stromstecker. Vorhanden sind ein 8- und einen 4-Pol-EPS-Stecker. Für den Betrieb des Mainboards wird minimal ein 4-Pol-EPS-Stecker benötigt, weitere Stomanschlüsse sind optional. Das Mainboard lässt sich also sowohl mit sehr kleinen Netzteilen mit nur einem 4-Pol Stecker als auch mit sehr leistungsstarken Netzteilen mit zwei EPS-Steckern betrieben.

Dank der Aussparung des Kühlers und der Ausrichtung mit Haltenase nach außen bei beiden Anschlüssen, können diese auch gut erreicht werden, wenn das Mainboard bereits in einem Gehäuse verbaut ist.

Der Kühler für den Z170-Chipsatz ist asymmetrisch geformt und auch hier wieder mit dem Drachen von MSI verziert. hier wird aber nur ein aufdruck und kein Emblem wie bei einigen anderen Modellen genutzt.

Durch die flache Ausführung und Abschrägungen des Kühlers behindert dieser auch nicht die beiden M.2-Ports auf den Mainboard. Bedingt durch die Fertigungsgröße wird der Chipsatz auch nicht besonders heiß, weshalb ein größerer Kühlkörper oder die Verwendung von Heatpipes hier gar nicht nötig ist.

Das Z170A XPower Gaming Titanium  Edition  bietet mit gleich zwei M.2-Ports die neuste Anschluss-Möglichkeit für schnelle SSDs. Dabei unterstützen beide M.2-Ports die Anbindung mit 32 Gbit/s für den derzeit schnellsten Datentransfer mit geeigneten M.2-SSDs.

Zu Beachten ist hier, das sich die M.2-Ports die PCI-Express-Lanes mit den SATA-Express-Ports teilen, sodass bei der Verwendung von zwei M.2-SSDs insgesamt vier der acht SATA-6-Gbps-Ports nicht mehr verwendbar sind. MSI achtet aber darauf, dass selbst bei Vollbestückung der M.2-Ports theoretisch noch ein SATA-Express-Devices an das Mainboard angeschlossen werden kann. Wie auch bei den anderen Z170-Mainboard erklärt eine SATA/M.2-Tafel am besten die verschiedenen Möglichkeiten die das Mainboard für den Anschluss von Massenspeichern bereitstellt.

Wie man sieht bleiben selbst bei Verwendung von zwei M.2 SSDs noch 4 SATA Ports frei.

Die Positionierungen der M.2-Ports sind bei dem MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition gut gewählt. Diese sind direkt unter dem ersten und dem dritten PCI-Express-x16-Slot für die Grafikkarten angebracht. Damit blockieren die SSDs in den M.2-Slots weder die darüber liegenden Grafikkarten, noch die auf dem gleichen Slot angebrachten PCIe-x1-Slots.

Insgesamt verfügt das MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition über vier PCIe-x16- und vier PCIe-x1-Slots, welche alle mit dem neusten PCI-Express-3.0-Standard angebunden sind. Je nach Bestückung stehen den Slots eine variierende Anzahl von elektrischen PCIe-Lanes zur Verfügung.

Bei der Verwendung von nur einer Grafikkarte wird diese mit den vollen 16 PCIe-Lanes an das System angebunden. Kommen zwei Grafikkarten zum Einsatz teilen sich die Lanes zu zwei Mal acht Lanes auf. Wenn mehr als zwei Grafikkarten verwendet werden, bietet nur noch der erste PCIe-x16-Slot eine Anbindung mit acht Lanes. Die übrigen Grafikkarten werden dann mit nur noch vier Lanes angesprochen. Das gleiche gilt bei der Verwendung von vier Grafikkarten. Eine Grafik im Handbuch veranschaulicht die Aufteilung der Lanes sehr gut.

Bedingt durch diese Aufteilung lassen sich nur maximal zwei Nvidia-Grafikkarten im SLI betreiben. Nvidia verlangt für den Betrieb von zwei oder mehr Grafikkarten mindestens eine elektronische Anbindung von acht Lanes pro Grafikkarte. AMD macht diese Einschränkung bei CrossFire X nicht, weshalb auch bis zu vier Grafikkarten auf dem MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition zum Einsatz kommen können.

Beim Blick auf die vier PCIe-X16-Slots sieht man das der erste und dritte Slot silbern und nicht schwarz sind. Das liegt daran, das diese beiden für Grafikkarten bevorzugt genutzten Slots mit einer Metallverstärkung versehen sind. Diese verhindert das ausbrechen und auch ausleihern der Slots, wenn besonders schwere Grafikkarten eingesteckt sind und der PC transportiert wird. Die Slots wirken auch dem Ausleiehern entgegen, wenn das Board auf einem offenen Testbench eingesetzt wird und Grafikkarten ständig gewechselt werden.

An der unteren Seite des Mainboard finden sich die bekannten OnBoard-Pin-Anschlüsse wie USB-, COM- und TPM-Header. Ebenfalls verbaut MSI an der Unterkante des Mainboards die POST-BIOS-Leds sowie den Start- und Reset-Button und den neuen "Game-Boost-Knob" für die sehr einfache Übertaktung des Prozessors.



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