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Seasonic Prime Titanium Fanless im Test (9/11)

Lautstärke und Temperaturen

Normalerweise kommen wir an dieser Stelle zum Thema Lüfter und Laustärke, da sich im Seasonic Prime Titanium Fanless aber nun mal kein Lüfter befindet, kann man auch keine Drehzahlen messen. Das bedeutet aber natürlich nicht, das wir nichts zu tun haben, denn da wo kein Lüfter ist um so mehr Fokus auf zwei andere Dinge zu richten.

Zum einen wären da die Temperaturen und zum anderen "elektronische" Geräusche, die man wahrnehmen kann und gerade bei passiven Netzteile natürlich besonders gut herauszuhören sind. Das eliminieren elektronischer Geräusche ist übrigens keine einfache Sache, insbesondere da hier nicht nur das Netzteile alleine als Faktor Einfluss nimmt, sondern auch alle Komponenten, die an das Netzteil angeschlossen werden, insbesondere natürlich Grafikkarten. Aber widmen wir uns zunächst der Temperatur.

Temperaturen

Erläuterung zum Test: Neben der Drehzahl überwachen wir auch die Temperaturen des Netzteils mit einer professionellen Wärmebildkamera. Dabei führen wir Aufnahmen von oben auf das gesamte Netzteil, von den Seiten, auf die Anschlusskabel und auf den Luftauslass durch. Da wir das Netzteil derzeit nur direkt im Betrieb bei Volllast beobachten ist es natürlich in der Regel bei aktiven Netzteilen geschlossen. Die Aufnahmen durch das Gehäuse büßen natürlich einiges Informationsgehalt ein und dämpfen die Messwerte bei den Temperaturen etwas. Auf der anderen Seite würde ein öffnen des Gehäuses und dann die Messung der Platine ebenfalls zu verfälschten Werten führen, da der Luftstrom fehlt und Wärme viel besser entweichen kann, als im geschlossenen Gehäuse. Die Messung ist in jedem Fall also ein Kompromiss  und die Temperatur werte sollten nicht als absolut korrekte Größe angesehen werden. Wir versuchen sie in Zukunft noch weiter zu verbessern.

Beim Seasonic Prime Titanium Fanless ergeben sich nicht die Probleme, die man beim Messen aktiver Netzteile hat. Denn man kann zur Messung der Temperaturen des passiven Netzteils einfach den Gehäusedeckel entfernen ohne das sich die Temperaturen deutlich verändern. So ist ein wunderbarer Blick ins Innere mit den entsprechenden Temperaturen möglich

Wir haben das Netzteil aus verschiedenen Richtungen unter Volllast vermessen und dabei die wesentlichen Hitzequellen markiert. Dabei zeigt sich das das Netzteil insgesamt kaum wärmer wird als viele aktive Netzteile. Die höchsten Temperaturen entstehen im Bereich des Haupttransformators direkt in der Mitte des Netzteils. Hier konnten wir Temperaturen bis zu 82 Grad messen, was zwar viel klingt, angesichts der Tatsache, dass wir in aktiven Netzteilen schon Temperaturen von 100 Grad gesehen haben, aber doch eher wenig ist.

 

Die meisten Bereiche des Seasonic Prime Titanium Fanless überschreiten zwar gemessen bei normaler Raumtemperatir die Temperatur von 40 Grad, aber kaum mehr die Grenze von 60 Grad, so dass der Großteil sich im Bereich dazwischen aufhält. Um das sichtbar zu machen nutzen wir eine weitere Möglichkeit unserer Wärmebildkamera, die all jene Bereiche einfärbt, die über einer bestimmten Temperatur liegen.

Temperaturbereiche über 40 Grad

Lässt man sich alle Bereiche über 40 Grad anzeigen, so sieht man das nazie das gesamte Netzteil eingefärbt wird. alle roten Areale die hier angezeigt werden besitzen also eine Temperatur von >= 40 Grad

Temperaturbereiche über 60 Grad

Erhöht man den Grenzwert auf 60 Grad, so wird der Bereich extrem eingeschränkt. Im Groben sieht man eigentlich nur noch 2 Bereiche, die hier den Grenzwert überschreiten. zum einen sind das hier die Transformatoren in der Mitte und zwei silberne Kühler, die knapp über 60 Grad liegen. Dabei darf man nicht vergessen, das es sich hier auch um Artefakte handeln kann, also Wärmereflektionen von anderen Bereichen des Netzteils. Zudem ist das messen reflektierender Alu-Kühlkörper nicht gerade einfach. Eigentlich müssten diese lackiert werden um eine korrekte Messung durchzuführen, wodurch sich allerdings auch wieder die Kühlleistung des Kühlkörpers verfälschen würde. Wir haben daher darauf verzichtet und nutzen die Messung als groben Richtwert.

Temperaturen Gehäuse

Zuletzt wollen wir auch noch wie immer die etwas weniger aussagekräftigen Aufnahmen mit geschlossenem Gehäuse zeigen. Hier zeigt sich in etwa das gleiche Bild, außer das wir den Hot-Spot mit seinen etwa 80 Grad nicht so genau treffen. Die Temperaturen, die wir durch die Öffnungen des Gehäuses "erfassen" können liegen bei etwa 78 Grad aber nicht weit davon entfernt, so dass man auch hier von einem guten Ergebnis sprechen kann.

 



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