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Corsair Vengeance RGB RT im Test - Optimiert für Ryzen

RGB-Schönheit für AMD Ryzen Systeme

Vor ein paar Jahren war RGB-RAM noch etwas sehr exotisches. Die ersten Module waren zwar ein Hingucker, weil neu, aber insgesamt gesehen waren die Produkte anfangs vor allem im Bereich der Software und Ansteuerung der LEDs noch unausgereift. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Wer sich heute auf dem Markt umschaut, der findet fast mehr Varianten von RGB-RAM als von normalem Arbeitsspeicher.

Corsair konnte mit als erster Hersteller in Form der Corsair Vengeance LED eine ausgereifte Hard- und Software-Lösung für präsentieren, woraufhin viele weitere immer komplexere Modelle folgten. Zuletzt in Form der Corsair Vengeance RGB PRO oder Dominator Platinum RGB White und der besonders flachen Test: Corsair Vengeance RGB PRO SL.

RGB-RAM ist zum Mainstream-Produkt geworden. Das bringt natürlich mit sich, dass die Hersteller in einem immer mehr umkämpften Umfeld arbeiten. Einfach nur ein paar LEDs auf die RAM-Platinen zu packen, das  reicht da nicht mehr aus. Und so versucht man daneben noch andere Merkmale in den Vordergrund zu rücken.

Ganz spannend ist dabei zu sehen, dass die Zeiten von OC-RAM, also RAM bei dem es geht den Takt immer höher zu treiben, wohl vorbei sind. Oder ganz platt und hart gesagt Overclocking ist bei RAM - und auch in anderen Bereichen - eine Randerscheinung geworden. Es gibt zwar immer noch einige Hersteller, die ihren Focus auf Overclocking setzen und versuchen mit hohen Taktraten und Weltrekorden für sich zu werben, wirklich interessieren tut das die breite Maße der Kunden aber nicht mehr. Denn mit hohem Takt erhält man eben oft nicht mehr Performance sondern nur ein loch in der Brieftasche.

 Zudem sind die mit besonders starkem OC beworbenen RAMs oft Mogelpackungen, sie werden an Redaktionen oder Overclocker verschickt, sind im Handel aber dann nur extrem schlecht verfügbar und  werden nicht selten zu so exorbitanten Preisen mit kleiner Kapazität angeboten werden, dass sie für die Praxis uninteressant sind.

Corsair ist einer der Hersteller, der das schon länger erkannt hat und sich aus dem Rennen um die höchsten Taktraten etwas zurückgezogen hat. Zwar wird immer hier und da noch das Thema Overclocking angeteasert, der Fokus liegt nun aber deutlich mehr auf der Optik und dem was man kurz unter dem Begriff "Anwenderfreundlichkeit" zusammen fassen kann. Das heißt die Kombination aus Hardware und Software muss stimmen, insbesondere wenn es an die Konfiguration der RGB-Beleuchtung und das Zusammenspiel mit anderen Komponenten geht. Auch der nicht-PC-Profi soll eben problemlos mit den Produkten klar kommen.

Die neusten RAM-Module von Corsair, verinnerlichen genau diesen Trend. Die Vengeance RGB RT sind optisch aufwendige RGB-RAMs die auf Performance für AMD Ryzen Systeme optimiert sind. Das Problem bei RAM auf AMD-Systemen ist, dass die Performance nicht nur über den Takt sondern vor allem auch die richtigen Timings zustande kommt. Natürlich kann man prinzipiell alles von Hand einstellen, deutlich angenehmer ist es allerdings - insbesondere für Anfänger - wenn schon alles vorkonfiguriert ist.

Die Corsair Vengeance RGB RT, machen genau das, indem im XMP der Module speziell für AMD Ryzen optimierte Timings abgelegt sind. So soll die Installation zum Plug and Play Erlebnis werden und direkt in der optimalen Performance resultieren.

Neben der Anwenderfreundlichkeit ist natürlich die Optik auch ein besonderer Faktor bei den Vengeance RGB RT. Nach den Dominator Modellen handelt es sich hier wohl um die Aufwendigsten Module die Corsair bisher anbietet.

Jedes RAM-Modul ist mit einer dynamischen Zehn-Zonen-RGB-Beleuchtung mit einzeln adressierbaren RGB-LEDs in einem Panorama-Lichtleiter ausgestattet, der aus jedem Winkel ungehinderten Blick auf die RGB-Beleuchtung liefert.

Bei unseren Testmustern kommt ein zweifarbiger Aluminium Heatspreader (Variante Black) zum Einsatz, der insbesondere beim gebürsteten Aluminium zu dem besten gehört was wir bisher gesehen haben. Tatsächlich würde man sich den silber glänzenden Riffle-Look auch liebend gern auf eine Gehäusefront übertragen. Dazu gibt es den RAM noch in einer weißten Variante, bei denen eben jener gebürsteten Aluminium durch eine weiße glatte Fläche ersetzt ist. Als nettes Finish ziert jedes Modul noch ein Hologramm-Schriftzug, der aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedliche Farbnuancen generiert.

Die Module sind optisch auch schon ohne RGB-Beleuchtung ein echtes Highlight und bieten eine Top Verarbeitung, die fast an die Corsair Dominator Modelle heranreicht, außer das man hier auf Verschraubungen des Spreaders verzichtet und wieder zum deutlich günstigeren Kleber greift.

Wie immer werden die neuen RGB-RAMs in verschiedenen Sets angeboten. Die Auswahl an Timing ist dabei umfangreich. Angeboten werden die neuen Vengeance RGB RT als Kits mit 2x8, 4x8, 2x16, 4x16, 2x32, 4x32 und sogar 8x32 GB Kits. Bei den Taktraten stehen 3200 MHZ mit CL16 und 3600 MHZ mit CL18 als "Mainstream" zur Verfügung, darüber hinaus gibt es auch noch Serien mit bis zu 4600 MHZ CL18, die allerdings Preislich deutlich teurer werden.

Unser Testmodell des Corsair Vengeance RGB RT ist die Version CMN32GX4M2Z3600C18, ein 2x 16 GB Kit mit CL 18-22-22-42 Timings. Die Taktraten von 3600 bis 3800 MHz sind derzeit das was auf AMD Ryzen Systemen, die besten Resultate bei stabilstem Betrieb ergibt und auch im Hinblick auf die Kosten bezahlbar bleibt. Es ist mittlerweile sowieso immer eher die Plattformen selbst, Sprich die CPU, die den RAM-Takt einfängt. DDR-4 RAM kann man mittlerweile bis hin zu 5333 MHz kaufen, was aber noch lange nicht heißt dass man diese Taktraten als "normaler" PC-Anwender auch zum laufen bekommt. Ganz zu schweigen davon, das solche Module gerne auch dann mal 300 und mehr Euro für 2x8 GB kosten.

Die von uns getesteten Corsair Module kosten im 32 GB (2x16 GB) Set in der UVP 209,99 € und sind schon im Corsair Shop gelistet.

Neben den Vengeance RGB RT bietet Corsair ähnliche Module etwas kostengünstiger auch als Vengeance RGB RS an. Diese RS-Versionen sind etwas weniger Aufwendig in der Optik und zudem nicht speziell auf AMD Ryzen Systeme optimiert.

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:
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